Stadt stimmt Doppelhaus in Unterhausen zu

Keine Ablehnung mehr möglich

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Einen Schlussstrich zog der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates in seiner Februar-Sitzung unter ein Bauverfahren, das ihn über anderthalb Jahre beschäftigt hat und in dessen Verlauf auch markige Worte gefallen waren.

Unterhausen – Dabei geht es um geplante Neubauten an der Ecke Martin-Raith-Straße/Kapellenstraße in Unterhausen. Das Gremium lehnte stets den von den Bauwerbern gewünschten Dreispänner ab. Denn mit Reihenhäusern an dieser Stelle wäre „der Dorfcharakter von Unterhausen getötet“, wie etwa BfW-Sprecher Dr. Claus Reindl vor einem Jahr befürchtete; zugleich würde auch für Weilheims Ortsteile Deutenhausen und Marnbach „ein Präzedenzfall geschaffen“. Für passend hielt der Bauausschuss hingegen ein Doppelhaus oder auch ein Gebäude mit drei Wohneinheiten, „mit horizontaler Teilung“.

Nun wurde der Stadt für das fragliche Grundstück ein Bauantrag für ein Doppelhaus mit drei Wohneinheiten vorgelegt – allerdings mit vertikaler Teilung, wie das Stadtbauamt in der Januar-Sitzung erklärte: In der breiteren Haushälfte sind zwei mehrstöckige Wohnungen nebeneinander (mit jeweils eigenem Eingang im Erdgeschoss) geplant, in der schmaleren Haushälfte eine mehrstöckige Wohnung. Planerisch handle es sich um ein Doppelhaus, so hieß es, faktisch jedoch um einen Dreispänner. Wobei das Landratsamt als Genehmigungsbehörde – anders als die Stadt – sogar Reihenhäuser an dieser Stelle für möglich und rechtlich zulässig hält.

Im Januar hatte Weilheims Bauausschuss auch die vorgelegte Doppelhaus-Planung abgelehnt – mit der Begründung, dass bei der gewünschten Höhe das Dachgeschoss in einer Haushälfte als Vollgeschoss zu werten sei. Und das entspreche nicht der vorhandenen Bebauung in der Nachbarschaft. „Wir haben irgendwo Grenzen, und die müssen eingehalten werden“, sagte Bürgermeister Markus Loth (BfW) in der Januar-Sitzung, „sonst sind wir hier voll in der Trickserei“.

Für die Februar-Sitzung legten die Bauwerber dann eine nochmals leicht modifizierte Planung vor. Unter Beibehaltung aller übrigen Maße wurde die Wandhöhe um acht Zentimeter auf 6,52 Meter reduziert: Damit stellt das Dachgeschoss kein Vollgeschoss mehr dar. „Die Vorgaben, die wir machen können, sind erfüllt“, resümierte CSU-Stadtrat Klaus Gast: „Wir haben keine Möglichkeit, das abzulehnen.“ So stimmte der Bauausschuss nun einmütig dem Doppelhaus mit drei Wohneinheiten zu.  

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