Verwirrung um Regelung für Kitas

Maskenpflicht oder nicht? Eltern und Kita-Betreuer unsicher

  • vonKatrin Kleinschmidt
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Die Corona-Ampel steht auf Rot – und im Landkreis herrschen seit Dienstag einige neue Regeln. Doch vor allem die Bestimmungen für Kindergärten verwirren Eltern und Personal.

Maske auf oder nicht? In vielen Kindergärten herrscht Unsicherheit. (Symbolbild)

Landkreis – Vor allem beim Thema „Maskenpflicht“ herrscht Unsicherheit. Laut Landrätin Andrea Jochner-Weiß gibt es für Erzieher und Kinderpfleger keinen Zwang, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Auch in der Allgemeinverfügung des Landratsamtes ist davon keine Rede. Anders ist das beim Rahmen-Hygieneplan des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Der trat am 1. September in Kraft – darin heißt es, dass das Personal bereits ab einem Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine Maske tragen muss. Doch was stimmt nun?

Fakt ist: Tatsächlich gibt es im Landkreis keine Pflicht für Kita-Mitarbeiter, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Denn der Rahmen-Hygieneplan „ist eine Empfehlung, aber nicht rechtlich bindend“, erklärt Katja Habermann, die im Bereich „Fachberatung und Fachaufsicht“ für Kindertageseinrichtungen am Jugendamt arbeitet. Auf Grundlage des Planes könnten die Träger der Einrichtungen ein eigenes Hygienekonzept erstellen, das an die Gegebenheiten vor Ort angepasst ist – und damit selbst festlegen, wer eine Maske tragen muss. „Wir empfehlen, dem Rahmen-Hygieneplan zu folgen“, sagt Habermann. „Größtmögliche Vorsicht ist angebracht, aber auch Menschenverstand.“ Bei Kindern mit Förderbedarf könnte es zum Beispiel wichtig sein, dass das Gesicht der Betreuer zu sehen ist.

Das Hygienekonzept der Einrichtungen kann obendrein regeln, ob Kinder mit leichtem Schnupfen oder Husten die Einrichtung besuchen dürfen. Der Rahmenplan rät hierbei dazu, bei Stufe drei, die im Landkreis herrscht, betroffene Kinder nur nach negativem Testergebnis aufzunehmen.

Rubriklistenbild: © dpa

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