zwölf Mütter machen es

Kinderwarenbasar gerettet

  • schließen

Der Peißenberger Kinderwarenbasar scheint gerettet. Zwölf Mütter haben sich zusammengetan, um den Verkauf doch stattfinden zu lassen.

Peißenberg – Am Samstag ging alles ganz schnell. Der Artikel in der Heimatzeitung über das Ende des Peißenberger Kinderwarenbasars machte in der Marktgemeinde fix die Runde. Viele Eltern waren erschrocken – und einige wollten das nicht akzeptieren. Über Internetplattformen und Nachrichtendienste tauschten sich zahlreiche Peißenberger aus. Und schon am Montag trafen sich besonders Engagierte und beschlossen, die Verantwortung zu übernehmen. Der Kinderwarenbasar kann deshalb nun doch am 11. März in der Tiefstollenhalle stattfinden. Zwölf Frauen, deren Kinder allesamt Kindergärten in Peißenberg besuchen, haben sich als neues Organisationsteam zusammengefunden.

„Wir kannten uns vorher gar nicht, sind komplett zusammengewürfelt“, sagt Heidi Kaspar, eine der Frauen. Aber eines hat sie eben alle verbunden: „Wir haben alle schon bei dem Basar verkauft und auch gekauft.“ Von den Problemen rund um die Organisation habe man nichts gewusst, sagt Kaspar. Dass sich die bisherigen Verantwortlichen zurückziehen, findet sie „verständlich nach so vielen Jahren“. Aber das Ende eines so „festen Bestandteils“ im Peißenberger Kalender dürfe das nicht bedeuten. Und so war nach dem Schreck am Samstag die Entscheidung der zwölf Frauen schnell gefallen: Sie wollen anpacken. „Es kann doch nicht sein, dass keiner weitermacht“, sagt Kaspar.

Viel Zeit bleibt der Gruppe für die Vorbereitung nicht, bis zum Basar sind es noch dreieinhalb Wochen. Da die Zeit drängt, gibt es ein paar Änderungen im Ablauf. Es werden diesmal nur 250 Nummern herausgegeben. „Damit es für uns in der kurzen Zeit machbar ist“, sagt Kaspar. Die sind an zwei Tagen in der kommenden Woche zu erhalten. Zudem sind die bestehenden Stammkundennummern nicht mehr gültig. „Jeder muss sich eine neue Nummer holen. Wir fangen bei Null an.“

Eine kleine Änderung gibt es auch bei den Kosten: Da zahlt nun jeder Verkäufer eine Startgebühr von 3 Euro, unabhängig von der Anzahl der Waren. Für jedes Teil, das den Besitzer wechselt, werden zudem zehn Prozent einbehalten. Dieser Erlös kommt wie gehabt den Kindergärten, Grundschulen und der Abschlussklasse der Mittelschule, die damit ihre Abschlussfahrt mitfinanziert, zugute.

Die Peißenberger Familien sollen nicht nur im März, sondern auch in der Zukunft weiter von dem Basar profitieren. Das neue Team will das Angebot für Herbst und Frühjahr langfristig weiterbetreuen. Seit Mittwochmorgen hängen unter anderem in Kindergärten Listen aus, die die Eltern über den Verkauf informieren – und um Helfer, Kuchenbäcker sowie Kunden werben. „Wir machen weiter!“, steht ganz oben auf den Zetteln.

Infos zum Basar

Die Nummern für den Kinderwarenbasar in der Tiefstollenhalle werden am kommenden Dienstag, 21. Februar, von 16 bis 21 Uhr, und am Mittwoch, 22. Februar, von 9 bis 12 Uhr unter der Telefonnummer 0152/53531628 vergeben. Es dürfen pro Verkäufer 30 Teile und fünf Paar Schuhe angeboten werden, Helfer können 40 Teile und fünf Paar Schuhe abgeben. Die Warenannahme ist am Freitag, 10. März, von 17 bis 19 Uhr. Der Verkauf findet dann am Samstag, 11. März, von 9 bis 12 Uhr statt. Schwangere und Helfer, die in den Listen eingetragen sind, dürfen bereits ab 8 Uhr rein. Die Abholung der nicht verkauften Ware und die Geldausgabe sind am 11. März von 17 bis 18 Uhr.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

„Rigi-Rutsch‘n“: 1897 Besucher am bisherigen Rekordtag
Nach einem Jahr Pause kann heuer wieder in der „Rigi-Rutsch‘n“ gebadet werden - allerdings ohne Warmbecken. Ob das Verluste bringt? Eine erste Bilanz:
„Rigi-Rutsch‘n“: 1897 Besucher am bisherigen Rekordtag
Bettlerinnen bestehlen Rentner (77)
Seine Gutmütigkeit wurde einem Weilheimer (77) zum Verhängnis. Er öffnete einer Frau mit Kind die Tür. Zum Dank stahl sie ihm mit einer Komplizin Geld.
Bettlerinnen bestehlen Rentner (77)
Autoverkauf: Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an
Jedes Jahr wechseln in Deutschland zehn Millionen Pkw den Besitzer. Doch wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen, sich von seinem Wagen zu trennen?
Autoverkauf: Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an
Red Dot: Ein roter Punkt für „drawlk“ aus Penzberg
Anna Gmelin hat für ihre Internet-Plattform „drawlk“ den internationalen Design-Preis „Red Dot“ erhalten - was für die Architektin aus Penzberg völlig überraschend kam.
Red Dot: Ein roter Punkt für „drawlk“ aus Penzberg

Kommentare