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Verschärfung der Corona-Maßnahmen: Kinobetreiber stehen vor schwierigen Wochen

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Von: Theresa Kuchler

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Jugendliche vor dem Weilheimer Kinocenter Trifthof.
Wie es in den kommenden Wochen weitergeht, ist für das Trifthof-Kinocenter in Weilheim noch ungewiss. © Emanuel Gronau

Einlass nur mit 2Gplus und für maximal ein Viertel der eigentlichen Besucherzahl: Ab Mittwoch gelten in Kinos strengere Regeln. Den Betreibern macht das zu schaffen.

Landkreis – Es herrscht Unsicherheit unter den Kinobetreibern im Landkreis. Zwar dürfen sie ihre Türen weiterhin offen halten – ab heute allerdings nur unter Einhaltung der 2Gplus-Regel und lediglich für ein Viertel der eigentlichen Besucherzahl. Angesichts der bereits jetzt angespannten Lage ein schwerer Schlag für die Filmhäuser, die mit der neuen Situation unterschiedlich umgehen.

So sieht sich Georg Werner, Betreiber des Schongauer Lagerhauskinos und des Starlight Kinos in Weilheim, aufgrund der verschärften Maßnahmen dazu gezwungen, den Betrieb vorübergehend einzustellen. Bis einschließlich 15. Dezember wird er beide Filmhäuser zusperren – in der Hoffnung, dass es danach wieder unter gelockerten Bedingungen weitergehen kann. Gerade die Vorgabe, dass nur noch 25 Prozent der Plätze belegt werden dürfen, habe ihn zu der Entscheidung bewogen.

Nur 25 Prozent Auslastung erlaubt: Kleine Kinos leiden besonders

„Damit sind im Lagerhauskino nur noch elf Leute erlaubt“, erklärt er. Das lohne sich nicht. „Da ist es dann besser, ich schließe ganz.“ In seinem Weilheimer Kino wären immerhin noch 25 Sessel zu besetzen. „Da wäre das nicht so ein Problem. Aber es kommt ja eh keiner.“ Schließlich sei ein Kinobesuch nicht gerade attraktiv, wenn man sich davor extra testen lassen müsse. „Mit 2G sind noch Leute gekommen, da war der Kinobetrieb möglich“, so Werner. Er hofft, dass das ab Mitte Dezember wieder so sein wird.

Anders blickt Markus Wenzl vom KinoP in Penzberg in die kommenden Wochen. „Zu machen wir auf keinen Fall“, äußert sich der Kinobetreiber auf Nachfrage der Heimatzeitung. Zwar gehe auch er davon aus, dass es wegen der Testpflicht nicht viele Filmliebhaber in seine Säle locken wird. „Wirtschaftlich ist es sicher nicht“, ist er relaistisch. Trotzdem wolle Wenzl sein Filmhaus so lange wie möglich offen halten – auch, um das deutliche Signal zu senden: „Kultur bleibt offen.“

Testpflicht macht einen Kinobesuch unattraktiv

Wie sich die neue Situation auf den Betrieb des Trifthof-Kinocenters in Weilheim auswirkt, ist bislang noch unklar. „Wir überlegen noch, wie wir weitermachen“, so Geschäftsführerin Roswitha Zellner. Für das 600-Plätze starke Kino sei die reduzierte Auslastung das geringere Problem. Größere Sorgen bereite Zellner die Testpflicht für Kinobesucher. Auch sie befürchtet damit das Ausbleiben der Gäste. „Notfalls müssen wir zusperren“, sagt sie.

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