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Lichtkunst-Installation: Weilheimer Kirchturm wird „Leuchtturm der Hoffnung“

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So soll der Turm aussehen: Philipp Geist zeigt die geplanten Installationen am Laptop. Mit ihm im Bild (v.l.): Gabriele Zelisko, Marion Schmieder, Praktikantin Alina Schmidbauer und Ragnhild Thieler.
So soll der Turm aussehen: Philipp Geist zeigt die geplanten Installationen am Laptop. Mit ihm im Bild (v.l.): Gabriele Zelisko, Marion Schmieder, Praktikantin Alina Schmidbauer und Ragnhild Thieler. © GRONAU

Seit Freitag 18 Uhr leuchtet er: der Turm der Stadtpfarrkirche in Weilheim. Noch bis Sonntag, 14. November, ist die Installation, das „Licht der Hoffnung“, zu sehen.

Weilheim – Der renommierte Lichtkünstler Philipp Geist, der lange in Weilheim gelebt hat, konzentriert sich aufgrund der angespannten Corona-Lage diesmal ausschließlich auf den Turm des Gotteshauses, der täglich von 18 bis 22 Uhr bespielt wird. Damit holt er das nach, was bereits im vergangenen Jahr geplant war, aber einen Tag vor Veranstaltungsbeginn abgesagt werden musste. Trotz der erneut angespannten Corona-Lage kann die Aktion in diesem Jahr durchgezogen werden – unter Einhaltung der Vorschriften, wie der Veranstalter, der Verein „Lichtkunst Weilheim“, betont.

Von einem Lichtkunstfestival wie 2016 und 2018 zu sprechen, wäre jedoch falsch. Es gibt keinerlei Rahmenprogramm oder Installationen anderer Künstler in der Innenstadt. Durch die Konzentration auf ein Objekt werde der Turm zum „Leuchtturm, der neben einer Botschaft der Hoffnung auch ein Mittler zwischen dem letzten Lichtkunst-Festival 2018 und dem nächsten anvisierten im Jahr 2022 sein soll“, so Gabriele Zelisko, die Programmleiterin des Vereins, bei einem Pressegespräch am Freitag.

Letzte Vorbereitungen im Turm in Weilheim: Philipp Geist arbeitet an seinem Laptop
Letzte Vorbereitungen im Turm: Philipp Geist arbeitet an seinem Laptop. © GRONAU

2022 soll es wieder ein Lichtkunstfestival in Weilheim geben

Geist projiziert auf die dem Marienplatz zugewandte Seite des Turms in einer 30- bis 40-minütigen Schleife neben seinen „malerischen Bildschöpfungen“ auch Textpassagen von Weilheimer Bürgern, die im vergangenen Jahr eingereicht worden waren. Worte wie „Gottvertrauen“, „Zuversicht“ und „Impfstoff“ kommen als „Signal gegen die triste Zeit“ vor, so Geist. Musik oder Ton wird es nicht geben.

Für das Festival 2022, das für 14./15. Oktober geplant ist, gibt es weder ein festes Programm noch ist bekannt, welche Künstler neben Geist an welchem Ort ihre Installationen anbringen werden. Was feststeht ist, dass diesmal das Stadttheater – und nicht mehr der so genannte Lindnerstadel – zum Zentrum des Festivals werden wird. Dort könnte sich Geist kleinere Aktionen und Künstlergespräche vorstellen.

Festival beschert Weilheim „überregionale Strahlkraft“

Die Vorsitzende Ragnhild Thieler hob bei dem Gespräch hervor, wie sehr sich Weilheim dank Philipp Geist, der sensiblen Auswahl der Objekte und der „familiären Atmosphäre“ von anderen Festivals abhebe. „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal.“ Das schlage sich zum Beispiel auch in der Unterstützung durch die Stadt nieder. Die wird das Lichtkunstfestival, das künftig im dreijährigen Turnus stattfinden soll, mit jeweils 75 000 Euro unterstützen. Das sei eine große Hilfe angesichts von Kosten, die pro Festival im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen, so die Vorsitzende. Ziel sei es weiterhin, keinen Eintritt zu verlangen.

Um das zu erreichen, macht sich Vorstandsmitglied Marion Schmieder schon jetzt auf Sponsorensuche. Mit im Boot sind auf jeden Fall wieder die Stadtwerke Weilheim – eine „großzügige Unterstützerin“, so Thieler. Auch dadurch sei gewährleistet, dass das Festival der Stadt „überregionale Strahlkraft“ bescheren werde. Letztlich aber gehe es um „gute Lichtkunst“, so Geist. Die müsse in jedem Falle „eigenständig und authentisch“ sein.

Johannes Thoma

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