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Weilheims Kirchturm wird zum „HoffnungsLicht“

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Von: Magnus Reitinger

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Beim Lichtkunst-Festival 2016 stand die Museumsfassade im Fokus von Philipp Geist, nun folgt der Kirchturm.
Beim Lichtkunst-Festival 2016 stand die Museumsfassade im Fokus von Philipp Geist, nun folgt der Kirchturm. © EMANUEL GRONAU/Archiv

Eigentlich hätte es 2020 ja zum dritten Mal ein großes Lichtkunst-Festival in Weilheim geben sollen – nach den Riesenerfolgen mit mehreren zehntausend Besuchern in den Jahren 2016 und 2018. Doch die Coronalage lässt nicht zu, über ein Ereignis mit solchen Ausmaßen auch nur nachzudenken.

+++ UPDATE +++

Vorerst kein „HoffnungsLicht“ in Weilheim - Lichtkunst-Installation am Kirchturm wegen Corona-Lage verschoben

Mit der Aktion wollte Weilheims Lichtkunst- Verein „in der schwierigen Corona-Zeit, die seit Monaten die Welt fest im Griff hat“, ein Zeichen setzen – und für eine gute Woche „einen Leuchtturm der Hoffnung in der Mitte der Stadt zum Strahlen bringen“. Doch eben die Corona-Lage macht das Projekt „HoffnungsLicht“, das am Freitagabend am Turm der Weilheimer Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt starten sollte, zunichte. Zumindest vorerst.

Der Vorstand von „Lichtkunst Weilheim“ hat die geplante Installation von Philipp Geist am Mittwochabend abgesagt. Die seit Donnerstag geltende Verfügung des Landratsamtes Weilheim-Schongau aufgrund der erhöhten Corona-Fallzahlen lasse eine solche Veranstaltung nicht zu, schrieb Schriftführer Günter Morsack: „Die Einhaltung der geltenden Regelungen zur Höchstzahl von Besuchern/Anwesenden auf einer öffentlichen Fläche kann von uns nicht garantiert werden.“ Zudem würden die zwischen Bund und Ländern verhandelten weiteren Maßnahmen, die ab Montag gelten, das Projekt „derzeit nicht mehr umsetzbar machen“.

„Wir bedauern dies sehr“, heißt es seitens des Weilheimer Vereins, und man werde „alles daran setzen“, das „HoffnungsLicht“ so rasch wie möglich nachholen zu können: „Wir wollen also nur verschieben und nicht gänzlich auf dieses Zeichen verzichten.“

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Weilheim – „Ein großes Lichtkunstevent kann und wird es derzeit nicht geben, das gilt wohl leider auch noch für das Jahr 2021“, schreibt der Verein „Lichtkunst Weilheim“ in einer aktuellen Pressemitteilung.

Trotzdem – und gerade deswegen – setzt der Verein in diesen Tagen ein leuchtendes Zeichen, gemeinsam mit dem international renommierten, aus Weilheim stammenden Lichtkünstler Philipp Geist. Vom 30. Oktober bis zum 8. November projiziert Geist allabendlich „ein Licht der Hoffnung“ auf den Turm der Weilheimer Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt. Man wolle „einen positiven Leuchtturm der Hoffnung in der Mitte der Stadt für eine gute Woche zum Strahlen bringen“, heißt es in der Presse-Info: „Gerade jetzt ist das Medium Licht als Symbol des Lebens, des Glaubens und der Hoffnung eine Möglichkeit, Menschen ein wenig Hoffnung und Zuversicht zu schenken.“ Das erklärt auch den Titel der Aktion: „HoffnungsLicht“.

Alle Weilheimer sind eingeladen, dafür ihre „Begriffe, Sorgen und Wünsche“ einzureichen. Die Worte werden in die abstrakten Bilderwelten integriert und auf die Kirchturm-Seite zum Marienplatz projiziert. Die Installation ist die Woche über täglich von 18 bis 21 Uhr zu sehen. Durch den langen Zeitraum sehen die Initiatoren gewährleistet, dass viele Interessierte die Lichtkunst erleben können, ohne dass es „zu größeren Menschenansammlungen“ am Marienplatz kommt: „Wer am Abend durch die Stadt geht, kann kurz verweilen und die Eindrücke genießen.“ Der Verein werde auf die Einhaltung der Hygiene- und Versammlungsvorschriften achten „und auch deutlich sichtbar darauf hinweisen“.

Die Installation am Kirchturm wird durch eine weitere Aktion begleitet: An der Ecke Schmiedstraße/Marienplatz zeigt der Lichtkunst-Verein Videos von verschiedenen Künstlern, die in Weilheim bereits in Sachen Lichtkunst aktiv waren.

Philipp Geist (44), Mitinitiator und Kurator des Weilheimer Lichtkunst-Festivals, hatte kürzlich einen prominenten TV-Auftritt: Er verantwortete am 3. Oktober das Bühnenbild, eine großflächige Videoinstallation, beim Festakt des Bundes zu „30 Jahre Wiedervereinigung“, der live aus Potsdam in der ARD übertragen wurde. Auch in Seoul/Korea konnte er unlängst ein Werk zeigen. Derzeit arbeitet Geist unter anderem an Projekten in Barcelona, Erfurt, Oslo, Bonn, Berlin – und eben Weilheim.

Textvorschläge

für die Lichtinstallation am Turm der Stadtpfarrkirche sind möglich per E-Mail an info@lichtkunst-weilheim.de.

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