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Im März nahm die Sicherheitswacht in Weilheim ihre Arbeit auf.

Erste Zwischenbilanz

Knapp ein halbes Jahr ist vorbei: Was bringt die Sicherheitswacht in Weilheim?

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Sie greift bei Ruhestörungen ein, geht gegen die Vermüllung von öffentlichen Plätzen vor und leistet Erste Hilfe: Seit beinahe einem halben Jahr ist die Sicherheitswacht in Weilheim im Einsatz. Zeit, den verantwortlichen Hauptkommissar Tobias Neuner eine Zwischenbilanz ziehen zu lassen.

Weilheim – An der Ammer, in der Au, in der Innenstadt, am Dietlhofer See und auf dem Friedhof: An diesen Orten ist die Weilheimer Sicherheitswacht hauptsächlich unterwegs.Seit März sind die ehrenamtlichen Mitglieder nun im Einsatz (wir berichteten). „Bislang haben wir ausschließlich positive Rückmeldungen aus der Bürgerschaft bekommen“, sagt Polizeihauptkommissar Tobias Neuner, Verantwortlicher für die Sicherheitswacht.

Gestartet sei das Projekt mit sieben Mitgliedern: drei Frauen und vier Männern. Inzwischen sei ein weiterer Mann dazugekommen. „Zugewiesen sind der Sicherheitswacht in Weilheim insgesamt zehn Stellen“, sagt er, „aber wir gehen bei der Personalauswahl sehr gewissenhaft vor. Wichtig ist uns vor allem, dass die Bewerber in die Rolle passen – und dass sie sich nicht als Security-Mitarbeiter verstehen.“

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Auch von den Bürgern sollten die Mitglieder auf keinen Fall als „Hilfs-Sheriffs“ gesehen werden, betont Neuner. „Sie sind ein sichtbares und ansprechbares Bindeglied zwischen Bevölkerung und Polizei“, sagt er, „uns ersetzen, können und sollen sie allerdings nicht.“

Von März bis Juli seien pro Monat durchschnittlich 70 Einsatzstunden geleistet worden. „Einige Bürger haben bei uns nachgefragt, wann man die Sicherheitswacht denn mal antreffen würde. Dazu muss man anmerken, dass die Mitglieder keinen Rund-um-die-Uhr-Dienst machen“, sagt Neuner.

Sicherheitswacht Weilheim: Mindestens fünf Einsatzstunden pro Monat

Das Engagement erfolge auf ehrenamtlicher Basis. „Zu leisten sind mindestens fünf Einsatzstunden pro Monat. Wie viele Dienste darüber hinaus übernommen werden, kann jeder individuell entscheiden“, so der Polizeihauptkommissar weiter, „letztendlich ist es ein Ehrenamt, so wie die Vereinsleitung im Turnverein.“

Konkret hätten die Mitglieder der Sicherheitswacht bislang vor allem bei Ruhestörungen und Verschmutzungen von öffentlichen Plätzen für Ordnung gesorgt. „Oft hilft es schon viel, die Personen aus der Anonymität herauszuholen. Beispielsweise, wenn sie Jugendliche, die beim Feiern an öffentlichen Plätzen Müll hinterlassen, ansprechen“, so Neuner. Viele Probleme ließen sich durch Kommunikation lösen.

Sicherheitswacht Weilheim: Erste Hilfe für Kleinkind am Dietlhofer See

„Bei einem Kleinkind am Dietlhofer See wurde auch einmal Erste Hilfe geleistet“, sagt er, „auch für solche Fälle sind die Mitglieder ausgebildet.“ Bei älteren Bürgern käme es außerdem gut an, dass die Sicherheitswacht in den Abendstunden am Weilheimer Friedhof präsent sei. „Besonders auf ältere Frauen, die dann vielleicht noch eine Kerze am Grab anzünden wollen, wenn es schon dunkel ist, wirkt das beruhigend“, sagt Neuner, „es geht dabei einfach um ein Gefühl der subjektiven Sicherheit.“

Wünschenswert wäre es laut dem Polizeihauptkommissar, wenn sich für die Zukunft noch weitere geeignete Personen finden würden. Auch für Schongau und für die sich im Aufbau befindende Wacht in Peißenberg würden Freiwillige gesucht. „Für mich ist das Projekt eine Herzensangelegenheit“, sagt er, „es geht dabei um gelebte Zivilcourage.“

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