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Nur noch der Rohbau steht vom Finanzamt am Oberen Graben. Das Gebäude wird komplett saniert und erweitert. 

Sanierung   läuft bis 2019

Knapp vier Millionen fürs Finanzamt

 Einer Ruine gleicht das ehemalige Gesundheitsamt an der B 2 in Weilheim, in dem seit 2005 ein Teil des Finanzamtes beheimatet ist. Doch das Gebäude wird nicht abgerissen. Im Gegenteil: Es wird saniert und erweitert.

Weilheim – Vor etwas über einem Jahr machte der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtages Nägel mit Köpfen. Er entschied, dass das Finanzamt in Weilheim saniert und erweitert wird. 3,8 Millionen Euro machte er dafür locker (wir berichteten). Ende Mai sind die Abbruch- und Umbauarbeiten am Oberen Graben nun angelaufen. Und was dort wie eine Ruine anmutet, ist laut Horst Wolf aus dem Pressereferat des Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat in München, „ein auf den Rohbau zurückgeführter Bestand, der kernsaniert und erweitert wird“.

Die Erweiterung erfolgt durch einen Anbau an das dreigeschossige aus den 1970er Jahren stammende Gebäude und durch Aufstocken um ein Geschoss in Holzleichtbauweise. Beides soll noch heuer erfolgen. Im kommenden Jahr soll dann der Innenausbau erfolgen. Anfang 2019 soll Einzug sein. Insgesamt vergrößert sich die Bürofläche des Finanzamtes am Oberen Graben um 340 Quadratmeter.

Der Platz wird gebraucht, denn sobald die Sanierung in Weilheim in eineinhalb Jahren abgeschlossen ist, erfolgt dort laut Wolf eine Bündelung der Finanzkassen. Bislang verfügt jedes Finanzamt in Bayern über eine eigene, künftig sollen die 80 Kassen an 19 Standorten zentralisiert werden. In Weilheim werden dazu rund 20 Arbeitsplätze neu geschaffen, so dass es dann 27 im Bereich der Finanzkasse geben wird.

Da der Umbau bei laufendem Betrieb erfolgt, hieß es für einige der insgesamt 160 Mitarbeiter: Kisten packen und in ein anderes Büro umziehen. So hat die Grunderwerbssteuerstelle ein Domizil im Finanzamt an der Hofstraße gefunden, wo dazu umgebaut werden musste. Diese Zentralstelle ist laut Auskunft des Ministeriums für die Finanzamtsbezirke Landsberg, Starnberg, Garmisch-Partenkirchen, Wolfratshausen, Bad Tölz und Miesbach zuständig. Als Ausweichquartier für die Finanzkasse und die Bewertungsstelle mietete das Ministerium Büros an der Bahnhofstraße in Weilheim an.

Der Bau des Nahwärmeverbundes ist laut Wolf eine eigene Maßnahme und nicht Teil der Erweiterung und Sanierung des Gebäudes am Oberen Graben. Dafür sind eigens 1,99 Millionen Euro genehmigt worden. Über die Heizanlage, die zu 90 Prozent mit Pellets und zu zehn Prozent mit Gas betrieben wird, werden künftig die Finanzamtsgebäude am Oberer Grabe und an der Hofstraße sowie das benachbarte Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung mit Energie versorgt. Jährlich werden durch den Nahwärmeverbund rund 93 Tonnen CO2 eingespart, so Wolf. Der Nahwärmeverbund soll in der Heizperiode 2017/18 in Betrieb gehen.

Auf dem Flachdach des Finanzamtsgebäudes wird außerdem eine Photovoltaikanlage errichtet. Der mit Hilfe von Sonnenenergie erzeugte Strom ist für den Eigenverbrauch gedacht.

gre

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