Lügde: Prozess um Missbrauch auf Campingplatz – Hauptangeklagte legen Geständnis ab

Lügde: Prozess um Missbrauch auf Campingplatz – Hauptangeklagte legen Geständnis ab

Rockinger möchte Bürger einbeziehen

Kommt die Landesgartenschau nach Weilheim? Ende Juli fällt die Entscheidung

  • schließen

Jetzt wird’s ernst in Sachen „Landesgartenschau“: Bis 29. Juni muss die Stadt Weilheim ihre Bewerbung abgeben. Bis Ende Juli dürfte feststehen, ob sie den Zuschlag bekommt.

Weilheim – Am morgigen Freitag, 29. Juni, ist Einsendeschluss für Bewerbungen um die bayerischen Landesgartenschauen der Jahre 2024, 2025 und 2026. Die Stadt Weilheim wäre gern 2024 oder 2026 Schauplatz dieser Veranstaltung, die für Generationen die Lebensqualität vor Ort steigern soll. 2025 kommt laut Jutta Liebmann, der Leiterin des Amtes für Standortförderung, Kultur und Tourismus im Weilheimer Rathaus, wegen der „Oberlandausstellung“ nicht in Frage.

Die „Bayerische Landesgartenschau GmbH“ in München gibt sich noch bedeckt, doch gerechnet wird dem Vernehmen nach mit insgesamt sieben Bewerber-Städten für die drei Gartenschauen, die aktuell vergeben werden. Entscheider ist das Bayerische Umweltministerium in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium; beraten wird es von einem Fachbeirat, dem unter anderem der Städte- und Gemeindetag, die Architektenkammer, der Bayerische Gärtnerei-Verband, der Landesverband für Gartenbau und Landespflege, der Landesbund für Vogelschutz und der Bund Naturschutz angehören.

Ab Mitte Juli werden Delegationen mit bis zu 20 Fachleuten die Bewerber-Städte besichtigen; noch vor den Sommerferien dürfte die Entscheidung feststehen. Dass dies schnell geht, ist auch nötig, meint Liebmann: Sollte Weilheim schon 2024 Austragungsort sein, wäre das ein „sportliches Ziel, aber wir würden das schaffen“. Die Chancen für Weilheim stehen wohl gut. Laut Landschaftsarchitekt Andreas Rockinger, der die Bewerbung im Auftrag der Stadt betreut, wurde Weilheim von der Landesgartenschau-Gesellschaft ausdrücklich um eine Bewerbung gebeten. Denn die „örtlichen Potenziale“ würden als hoch eingeschätzt und Weilheims Lage als „sehr interessant“ gesehen. Bekommt die Stadt den Zuschlag, so müsste ein landschaftsplanerischer Wettbewerb ausgelobt werden. In diesen würden alle Ideen einfließen, die Weilheimer Bürger bei der Infoveranstaltung Anfang Juni am Stadtmuseum, per E-Mail und Postkarten geäußert haben. Bereits vor dem Wettbewerb sollten die Bürger nach Rockingers Meinung einbezogen werden, etwa in Form eines Workshops.

Was Weilheim von einer Landesgartenschau hätte, ist für den Landschaftsarchitekten aus München klar: „So günstig“, so Rockinger, würde die Stadt nie wieder einen „öffentlichen, hochwertigen Bürgerpark“ bekommen. Überhaupt, meint der Planer, würde eine Landesgartenschau „super zu Weilheim passen“, zu den „vielen ökologischen, nachhaltigen Wünschen“, die von den Bürgern bereits geäußert worden seien.

„Die Stadt blüht auf“ – so fasst die GmbH die Ziele von Landesgartenschauen zusammen: „Sie tragen zur Weiterentwicklung und Belebung des Ortsbildes bei und zeigen Lösungsbeispiele für spezielle regionale Fragen und Probleme.“ Nach der heurigen Schau in Würzburg – die von der Gestaltung her überhaupt nichts mit dem zu tun hat, was in Weilheim blühen könnte – ist 2019 Wassertrüdingen in Mittelfranken Schauplatz der Landesgartenschau, 2020 folgt Ingolstadt, 2021 Lindau und 2022 Freyung (Bayerischer Wald). 2023 ist eine grenzüberschreitende Sonder-Gartenschau in Selb und Asch (Tschechien) geplant, dann ist das bisherige Konzept mit „großen“ und „kleinen“ Landesgartenschauen im Wechsel passé.

Als „kleine Landesgartenschau“ firmierte 2017 noch die Ausgabe in Pfaffenhofen an der Ilm, das mit seinen 25 000 Einwohnern durchaus mit Weilheim vergleichbar ist. Weilheims Standortförderin Jutta Liebmann war privat dort und findet, dass Pfaffenhofen durch die Schau „unglaublich viel an Erholungsraum in der Stadt dazugewonnen hat“. Zum Beispiel sei ein Flüsschen, „das ausgeschaut hat wie ein Industrieabfluss“, zu einer „richtig schönen Erholungsfläche“ geworden. Ein Bild von den Auswirkungen der Landesgartenschau in Pfaffenhofen wird sich demnächst auch das „Weilheimer Tagblatt“ machen – und ausführlich davon berichten.

Rubriklistenbild: © dpa / Armin Weigel

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Open-Air-Festival in Penzberg - 2020 soll es eine Fortsetzung geben
Ein Wochenende lang wurde die Berghalde in Penzberg zur Open-Air-Bühne für Max Giesinger und Co. - nun wollen die Veranstalter im nächsten Jahr eine Wiederholung.
Open-Air-Festival in Penzberg - 2020 soll es eine Fortsetzung geben
„Tag der offenen Gartentür“ im Landkreis Weilheim-Schongau
Wer Anregungen für seinen eigenen Garten sucht, der kann beim „Tag der offenen Gartentür“ imLandkreis fündig werden. Diesmal geht es um das Thema „Naturgärten“.
„Tag der offenen Gartentür“ im Landkreis Weilheim-Schongau
Stadt Penzberg kann Badestege wieder öffnen – aber erst im Juli
Seit zweieinhalb Wochen sind an den Penzberger Badeseen die Badestege gesperrt und die Badeinseln abgebaut. Doch nun scheint sich eine Lösung anzubahnen: Spätestens bis …
Stadt Penzberg kann Badestege wieder öffnen – aber erst im Juli
Dauerkrise in der SPD: „Die Basis will mitreden“
Die SPD sucht eine neue Bundesführung. Ab Juli können Zweierteams oder Einzelbewerber ihre Kandidatur einreichen. Dann dürfen die Mitglieder entscheiden, der Gewinner …
Dauerkrise in der SPD: „Die Basis will mitreden“

Kommentare