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Über 600 Besucher kamen in die Weilheimer Stadthalle zur Podiumsdiskussion der Heimatzeitung mit den Bürgermeisterkandidaten.

Veranstaltung der Heimatzeitung

Weilheim: Über 600 Besucher wollen Bürgermeister-Kandidaten hören

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Viele Ideen für Weilheims Zukunft waren in der Stadthalle zu hören: Sieben der acht Bürgermeisterkandidaten stellten sich bei der Podiumsdiskussion den Fragen von Tagblatt-Redakteur Magnus Reitinger. 

Weilheim – „Ich werde niemals über den Willen der Bürger hinweg entscheiden“, sagte CSU-Bürgermeisterkandidatin Angelika Flock (60) zum Thema „Geplante Umgehungsstraße“. Ihrer Meinung nach macht aber eine Westumfahrung „am meisten Sinn“, auch weil durch sie die Stadt von Schwerlast- und Zulieferverkehr besonders gut entlastet werde.

Bürgermeister Markus Loth („Bürger für Weilheim“) legte sich bei dieser Debatte auf keine Umgehungsstraßen-Variante fest. Vorstellbar seien für ihn die sogenannte ortsferne Ostumfahrung genauso wie die ortsnahe Westumfahrung und ein Tunnel, so der 51-Jährige.

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Kommunalwahl 2020 in Weilheim: Umfahrung war bei Podiumsdiskussion ein großes Thema

Als Tunnel-Befürworterin präsentierte sich 49-jährige FDP-Kandidatin Saika Gebauer-Merx („Hauptsache, es gibt einen Tunnel“). Für die 61-jährige Romana Asam (Freie Wähler) heißt die einzige Lösung: ein Tunnel oder gar nichts. Die Tunnelvariante ist aus der Sicht von Manuel Neulinger (Grüne) zwar „vertretbar“. In Sachen „Verkehrsentlastung“ sei eine Umfahrung aber nicht zwingend die Lösung, so der 42-Jährige.

Horst Martin (SPD, 60 Jahre) lehnt oberirdische Entlastungsstraßen-Varianten ab und sagte, auf Verkehr müsse man nicht immer mit neuen Straßen reagieren. Und Ulrich Klinkicht („Weilheim Miteinander“) glaubt gar nicht, dass eine Ortsumgehung gebaut wird, wie er sagte. Wenn es aber doch dazu kommt, dann ist für den 55-Jährigen nur ein Tunnel auf der Strecke der jetzigen B2 vertretbar.

Die sieben Kandidaten trugen anschließend noch viele Vorschläge vor, wie Weilheim aus ihrer Sicht kurzfristig vom Autoverkehr entlastet werden könnte. Zuvor waren bereits die Themen „Bezahlbarer Wohnraum“, „Städtisches Wachstum“ und „Situation des Gewerbes“ erörtert worden.

Die sieben Bürgermeister-Kandidaten für Weilheim führten eine faire Debatte

Die etwa zweieinhalbstündige Debatte wurde fair geführt. Alle Kandidaten, die von ihren jeweiligen Anhängern immer wieder mit Beifall unterstützt wurden, wirkten gut vorbereitet. Moderator Magnus Reitinger entlockte ihnen auch so manche Aussage über ihr Privatleben.

Der Kandidat der AfD, Reno Schmidt, nahm, wie er mitgeteilt hatte, aus beruflichen Gründen nicht an der Podiumsdiskussion teil.

sts

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