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Ungebrochener Trend zur Briefwahl: Schon bei der Kommunalwahl 2014 – wie hier in hier Penzberg – gingen bei den Briefwahllokalen im Landkreis wahre Berge von Umschlägen ein. 

Kommunalwahl 2020

Neuer Rekord bei Briefwahl im Landkreis Weilheim-Schongau

  • Andreas Baar
    vonAndreas Baar
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Bei der Kommunalwahl am 15. März zeichnet sich schon jetzt ein Ergebnis ab: Es wird wieder einen Rekord bei der Briefwahl geben. In den fünf großen Kommunen im Landkreis gingen schon jetzt mehr Unterlagen raus als 2014.

Update, 26. März: Nicht mehr lange bis zur Stichwahl im Landkreis Weilheim-Schongau: In unserem Live-Ticker erfahren Sie Ergebnisse, News und Reaktionen vom Wahltag. 

Landkreis – In Weilheim hatte Wahlleiter Andreas Wunder eine organisatorische Herausforderung: Für die Auszählung der Kommunalwahl am Sonntag braucht es gleich 40 Wahlhelfer mehr als vor sechs Jahren. Verantwortlich dafür ist der bayernweite Boom zur Briefwahl, der auch vor dem Landkreis nicht Halt macht.

Bis Dienstag hat die Stadt 6444 Wahlbriefunterlagen versandt. Das waren 36 Prozent der Wahlberechtigten. Das ist schon jetzt eine deutliche Steigerung gegenüber der letzten Kommunalwahl 2014 mit 5112 Unterlagen. Die Folge: Statt acht sind diesmal zwölf Briefwahlbezirke vorgesehen – inklusive zehn Wahlhelfer pro Bezirk. Ordnungsamtschef Wunder hat eine generelle Zunahme „auch bei einfacheren Wahlen, zum Beispiel auf EU-Ebene“, festgestellt. Bei der Kommunalwahl komme hinzu, „dass die großen Stimmzettel zuhause leichter auszufüllen sind.“ Ein Trend, der laut Wunder schon vor dem Coronavirus feststellbar war.

Alle News und Infos zur Kommunalwahl finden Sie in unserem Wahlportal.

Stand gestern waren es in Penzberg (12 877 Wahlberechtigte) bislang 5850 Briefwähler. Zum Vergleich: 2014 gab das Rathaus 4484 Unterlagen aus. Im Ordnungsamt macht man für den Anstieg die bequemere Art der Stimmabgabe verantwortlich. Gerade im Hinblick auf diesmal vier zum Teil große Stimmzettel mit vielen Namen. Zum anderen „setzt sich die Online-Beantragung der Briefwahl immer mehr durch“, sagt stellvertretender Ordnungsamtsleiter Johannes Jauß. „Der Bürger muss nicht mehr ins Rathaus kommen.“

Garantiert nichts verpassen: Unser Liveticker zur Kommunalwahl im Landkreis Weilheim-Schongau

In Peiting nähert man sich der 50-Prozent-Marke: Circa 4300 Unterlagen (2014: 3125) wurden herausgegeben, teilt Rathaus-Geschäftsleiter Stefan Kort mit – das entspricht etwa 45 Prozent der Wähler. Auch Kort begründet es mit einem allgemeinen Trend und der einfacheren Handhabung zu Hause. „Eventuell auch die Corona-Thematik.“ Neun Briefwahlbezirke gibt es, sechs waren es 2014.

In Schongau hat schon ein Drittel Briefwahl beantragt

In Schongau war die 2014er-Marke (3079) am Dienstag mit 3130 Briefwählern übertroffen. Das sind etwa ein Drittel der circa 9300 Wahlberechtigten. Ursachenforschung bei Rathaus-Geschäftsleiterin Bettina Schade: „Jeder Kandidat macht aktiv Werbung für die Briefwahl und wahrscheinlich ist die Größe und der Inhalt der Stimmzettel ausschlaggebend, da bei Stadtrat und Kreistag zahlreiche Kandidaten zur Wahl stehen.“ Die Schongauer haben reagiert und acht Briefwahlbezirke eingerichtet.

Das Peißenberger Rathaus verzeichnet ebenfalls eine Steigerung. Laut stellvertretendem Wahlleiter Ludwig Hanakam wurden bislang 3550 Briefwahlunterlagen verschickt, knapp über 35 Prozent bei 10 054 Wahlberechtigten. Vor sechs Jahren lag die Quote am Wahltag bei 32,14 Prozent (3218). Weil der Anstieg erwartet worden war, wurden elf Briefwahlbezirke eingerichtet – 2014 waren es nur sechs gewesen.

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