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Wahlempfehlungen vor der Landrats-Stichwahl

FDP für Jochner-Weiß, SPD für Grehl

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Vor der Stichwahl zum Landrat am kommenden Sonntag geben zwei Parteien im Landkreis eine Wahlempfehlung ab, andere halten sich zurück. Hier alles im Überblick.

Update, 26. März: Nicht mehr lange bis zur Stichwahl im Landkreis Weilheim-Schongau: In unserem Live-Ticker erfahren Sie Ergebnisse, News und Reaktionen vom Wahltag. 

Landkreis –Für Andrea Jochner-Weiß (CSU) und Karl-Heinz Grehl (Grüne) wird es am Sonntag ernst: Beide treten zur Stichwahl um das Amt des Landrats an – und beide können sich dabei politischer Hilfestellung sicher sein. Die christsoziale Frontfrau Jochner-Weiß wird offiziell vom FDP-Kreisverband unterstützt. Die Kreis-SPD setzt dagegen auf den Grünen-Herausforderer Grehl.

Die FDP – mit zwei Prozent bei der Kreistagswahl und einem Sitz nicht gerade ein politisches Schwergewicht – möchte „die bewährte Zusammenarbeit“ mit der amtierenden Landrätin fortsetzen, da politisch im Landkreis „mit der CSU die größte Übereinstimmung auch weiterhin bestehen dürfte“. So begründet die Partei in einer Pressemitteilung ihre Wahlempfehlung. Als besonderen Grund für die Entscheidung führen Kreisvorsitzender Klaus Breil und die künftige Kreisrätin Saika Gebauer-Merx die „Vereinbarung zur engen Zusammenarbeit“ zwischen der Krankenhaus GmbH mit dem Klinikum Rechts der Isar an.

Andrea Jochner-Weiß (CSU)

Bei den Sozialdemokraten sieht der Fall anders aus. Zwar geht die SPD nach dem Absturz auf elf Prozent (minus fünf Sitze) arg gerupft aus der Kreistagswahl, will aber trotzdem ein Signal setzen. Man unterstützt per Vorstandsbeschluss jetzt Grünen-Kandidat Grehl, teilt SPD-Kreisvorsitzender Dominik Streit mit. Er begründet es damit, dass der Landkreis „in den kommenden sechs Jahren dringend wichtige politische Impulse benötigt“ – für die SPD gehören dazu bezahlbares Wohnen, Soziales und Integration, Umwelt- und Naturschutz sowie die Energie- und Mobilitätswende. „Gerade bei diesen wichtigen Themen ist in den letzten Jahren zu wenig passiert.”

Karl-Heinz Grehl (Grüne)

Während sich SPD und FDP positionieren, halten sich andere zurück. Die BfL wird keine Wahlempfehlung abgeben, teilt Kreisvorsitzender Franz Seidel auf Anfrage mit. „Wir sind in der Kommunalpolitik parteiunabhängig tätig und wollen dies auch bei Wahlen beibehalten.“

Wie die erste Runde der Kommunalwahl im Landkreis Weilheim Schongau gelaufen ist,können Sie in unserem Liveticker nachlesen

Bei der AfD favorisiert man ebenfalls öffentlich keinen der beiden Kandidaten. „Eine Wahlempfehlung machen wir nicht“, sagt Kreischef Rüdiger Imgard. Allerdings geht er davon aus, dass die eigene Wählerschaft „eher konservativ ist“. Auch der ÖDP-Kreisverband gibt keine offizielle Wahlempfehlung ab. Man stehe für „Mensch und Natur zuerst“, so Kreisvorsitzende Agnes Edenhofer – „das ist unsere Grundlage für eine Wahlentscheidung.“

Freie Wähler halten sich noch bedeckt

Freie-Wähler-Chefin Susann Enders hält sich ebenfalls bedeckt. Man gebe keine Empfehlung heraus, ist von ihr zu hören. Gleiche Antwort gibt es von den Unabhängigen und der Linken. Bei der Linken, die mit 1,1 Prozent bei der Kreistagswahl am schwächsten abgeschnitten hatte, räumt man allerdings ein, dass die Grünen grundsätzlich näher seien als die CSU, wie es Rolf Podlewski namens des Kreisverbands Oberland formuliert. „Die Grundeinstellung liegt zu weit auseinander“, sagt er über eine Wahlempfehlung für Jochner-Weiß. Mit den Grünen kann man jedoch nicht besonders gut. Einige Linken-Mitstreiter, auch er selbst, seien früher Mitglied gewesen, aber ausgetreten, so Podlewski – weil „die Grünen Militäreinsätze befürwortet haben und es in dieser Partei immer weiteren Verlust sozialer Programmatik gab“.

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