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Die Stichwahlen laufen wegen Corona komplett als Briefwahl.

Kommunalwahl

Landkreis: Sonntag istgroßer Stichwahltag

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Die Kommunalwahlen im Landkreis Weilheim-Schongau gehen an diesem Sonntag, 29. März, in die entscheidende Runde. Für Landrat und acht Bürgermeister braucht es eine Stichwahl. 

Landkreis – Andrea Jochner-Weiß hätte es im ersten Wahlgang am 15. März, trotz gleich acht Konkurrenten, fast geschafft, die Stichwahl zu vermeiden: An diesem Kommunalwahl-Sonntag holte die amtierende CSU-Kandidatin, die Landrätin bleiben will, 48 Prozent der Stimmen – nur knapp unter der notwendigen 50-Prozent-Marke. So muss die Wielenbacherin am morgigen Sonntag zur endgültigen Entscheidung antreten. Kontrahent ist Karl-Heinz Grehl:Der Grünen-Kandidat aus Weilheim, derzeit auch stellvertretender Landrat, war am 15. März mit 18,1 Prozent klarer Zweiter geworden. Beide Kandidaten hatten angesichts der Corona-Krise auf Wahlkampfauftritte verzichtet.

Die Stichwahl im Landkreis Weilheim-Schongau im Live-Ticker: Hier erfahren Sie alle News und Ergebnisse.

Weilheim

In der Kreisstadt Weilheim stehen sich Amtsinhaber Markus Loth (BfL) und Angelika Flock (CSU) in der Stichwahl um den Bürgermeister gegenüber. Im ersten Durchgang entfielen unter den insgesamt acht angetretenen Bewerbern auf Loth 34,7 Prozent der Wählerstimmen, Flock holte 21,7 Prozent.

Schongau

Hier treten Amtsinhaber Falk Sluyterman (SPD) und Hans Rehbehn (CSU) an. Sluyterman hatte in der ersten Runde mit 48,9 Prozent die absolute Mehrheit knapp verpasst, Rehbehn war auf 37 Prozent gekommen.

Penzberg

Amtsinhaberin Elke Zehetner (SPD) muss gegen Stefan Korpan (CSU) ran. Zehetner hatte bei fünf Kandidaten mit 27,53 Prozent knapp die meisten Stimmen ergattert. Dicht auf den Fersen war ihr Korpan mit 24,33 Prozent.

Peißenberg

Frank Zellner (CSU, 33,43 Prozent) und Robert Halbritter (SPD, 26,22 Prozent) treten in der Stichwahl an. Die amtierende Bürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste) hatte es nach zwei Amtsperioden mit 25,98 Prozent überraschend nicht in die Stichwahl geschafft.

Peiting

In der Marktgemeinde Peiting können Peter Ostenrieder (CSU) und Annette Luckner (SPD) Bürgermeister werden. Ostenrieder schaffte es mit 35,3 Prozent und Luckner mit 26,9 Prozent in die Stichwahl. Amtsinhaber und Langzeit-Bürgermeister Michael Asam (SPD) war nicht mehr angetreten.

Wielenbach

Um die Nachfolge von Korbinian Steigenberger, der nicht mehr antrat, bewerben sich in der Stichwahl Harald Mansi (Wir für Wielenbach) und Ignaz Jochner (CSU). Mansi lag in der ersten Wahlrunde am 15. März mit 46,25 Prozent weit vorn, Jochner erreichte 27,11 Prozent.

Bernbeuren

Mit Karl Schleich (Wählergemeinschaft Lebendiges Bernbeuren, 36,9 Prozent) und Josef Köpf (Unabhängige Wählergemeinschaft, 34,5 Prozent) haben es diese zwei Bürgermeisterkandidaten in die Entscheidung geschafft. Amtsinhaber Martin Hinterbrandner (SPD, 28,6 Prozent) blieb draußen.

Nur Briefwahl

Wegen der Corona-Krise finden die Stichwahlen am 29. März bayernweit nur als Briefwahl statt. Auch für die Verwaltungen im Landkreis bedeutet dies eine zusätzliche logistische Herausforderung.

Tausende von Wahlunterlagen samt Umschlägen mussten nachbestellt werden. Für die Auszählung hatten sich zum Glück genügend Helfer gefunden. Zum Auszählen stellen die Rathäuser Schutzausrüstung wie Desinfektionsmittel und Einweghandschuhe bereit.

Die Briefwahlunterlagen können spätestens bis Sonntag, 29. März, 18 Uhr, in den jeweiligen Rathäusern eingeworfen werden. In den jeweiligen Wahllokalen der Kommunen ist eine Abgabe nicht möglich, da diese geschlossen sind.

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