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Entspannung pur: Diese Besucher des „Komod-Festivals“ ließen es sich gut gehen. Auf der selbst gebauten Holzlounge ist Sonnetanken und Relaxen angesagt.

Große Party an der Ammer

„Komod-Festival“: Tausende feiern ein friedliches Fest

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Bei der Premiere des „Komod-Festivals“ feierten die Gäste drei Tage und Nächte lang ein rauschendes Fest – und das friedlich und im Einklang mit der Natur.

Weilheim – Der Eingang des „Komod-Festivals“ ist wie ein Tor zu einer anderen Welt. Wer das Gelände an der Ammer betritt, taucht ein in ein Reich der Glückseligkeit und Kreativität. Während der Bass von den beiden Musikbühnen über das liebevoll gestaltete Areal wabert, tanzt, lacht und feiert sich die Menge durch den Tag. Und das alles friedlich – von Ärger oder Streitigkeiten keine Spur.

Großes Lob vom Sicherheitsdienst

Ganz zur Freude von Ruth Müller. „Ich habe noch nie so ein harmonisches Event in dieser Größe erlebt“, sagt die Chefin des Sicherheitsdienstes auf dem „Komod-Festival“. An den ersten beiden Tagen habe es lediglich zwei kleinere verbale Auseinandersetzungen gegeben – ansonsten blieben sie und ihre Mitarbeiter weitestgehend beschäftigungslos. Nicht einmal etwas aufzuräumen gibt es. „Es liegt kein Bröserl Müll auf dem Boden“, betont Müller. „Die Gäste sammeln ihre Flaschen ein und lassen nichts liegen – das ist wirklich außergewöhnlich.“

Worte, die Navina Pernsteiner ein strahlendes Lächeln ins Gesicht zaubern. Gemeinsam mit Christian Botsch, Florian Mangold und mit der Unterstützung von rund 200 ehrenamtlichen Helfern hat sie das Festival auf die Beine gestellt. Der Nachhaltigkeitsgedanke stand dabei stets an vorderster Stelle. „Es war uns extrem wichtig, dass wir ökologische Materialien verwenden und die Leute aus der Umgebung miteinbeziehen“, sagt sie. So war die Dekoration zu 70 Prozent gespendet. Auf Plastik verzichteten Pernsteiner und Co. komplett. Bei der Essensversorgung brachten sich örtliche Obsthändler und Bäckereien mit ein. Ein tolles Zeichen, findet Botsch. „Man merkt, dass die Stadt hinter der Veranstaltung steht.“

Veranstalter entschuldigen sich bei verärgerten Anwohnern

Dass es bei einem Fest dieser Größenordnung auch Beschwerden von Anwohnern gibt – wohl nicht zu vermeiden. Die Polizei hatte Botsch von mehreren Anrufen wegen zu großen Lärms berichtet. Da die Veranstalter jedoch stets die vereinbarten Dezibelgrenzen einhielten, konnte bis tief in die Nacht gefeiert werden. Botsch: „Wir entschuldigen uns bei allen Bürgern, die sich gestört gefühlt haben – aber still und heimlich zu feiern, ist eben schwierig.“

Das Komod-Festival in Bildern

Ob sich das „Komod-Festival“ etabliert oder ein einmaliger Höhepunkt bleibt, ist noch offen. Botsch, Pernsteiner und Mangold wollen sich in den kommenden Tagen zusammensetzen und gemeinsam reflektieren. Mit ihrer Premiere sind sie zumindest schon einmal zufrieden. „Wir wollten Weilheim ein neues, vielfältiges kulturelles Angebot verschaffen“, sagt Pernsteiner. Ein Vorhaben, das dem Organisatoren-Trio auf eindrucksvolle Weise gelungen ist.

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