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Komplizierte Heimkehr in Corona-Zeiten - nach Urlaub im Risikogebiet ist Quarantäne Pflicht

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Von: Kathrin Hauser

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Eine Frau sitzt hinter einem Sonnenschirm am Strand und schaut auf das Meer.
Urlaubs-Rückkehrer aus Risikogebieten müssen sofort in Quarantäne. (Symbolfoto) © Clara Margais/dpa

Nachdem es vor den Sommerferien wochenlang nur einzelne Corona-Neuinfektionen im Landkreis Weilheim-Schongau gab, steigen die Infektionszahlen nun wieder.

Landkreis – In der Regel haben die mit Covid-19-Infizierten zuvor eine Urlaubsreise unternommen – meist in einer Region, die als Corona-Risikogebiet gilt oder eingestuft ist. So wie am Montag, als das Gesundheitsamt mitteilte, dass es drei neu an Corona-Erkrankte im Landkreis gibt, die alle aus den Risikogebieten in Osteuropa und Südeuropa zurückgekehrt waren.

Positiver Corona-Test: Spieler des ASV Eglfing kam aus Kroatien zurück - ganze Mannschaft in Quarantäne

Zuletzt gab es auch viele Meldungen von neuen Corona-Infizierten, die nach einem Kroatien-Urlaub nach Bayern zurückgekehrt waren. Auch der Fußballspieler des ASV Eglfing, der positiv auf Corona getestet worden war, hatte dort Ferien gemacht. Dennoch gilt in Deutschland Kroatien bislang nicht als Risikogebiet. Österreich sieht das inzwischen anders und hat am Montag eine Reisewarnung ausgesprochen.

Wie das Gesundheitsamt des Landkreises auf Nachfrage mitteilt, müssen alle, die aus einem Risikogebiet nach Hause zurückkehren, in Quarantäne gehen. Sie sind „verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begebe sowie sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort aufzuhalten“. Welche Länder und Regionen als Corona-Risikogebiet gelten, kann auf der Homepage des „Robert Koch Instituts“ unter www.rki.de/covid-19-risikogebiete, nachgesehen werden. Diese wird ständig aktualisiert.

Nach Urlaubsrückkehr aus Risikogebiet sind Test und häusliche Quarantäne Pflicht

Wer aus einem Risikogebiet zurückgekehrt ist, ist dazu verpflichtet, sich unverzüglich beim Gesundheitsamt zu melden und sich auf Corona testen zu lassen. Erst, wenn ein negatives Testergebnis vorliegt, können die Heimkehrer aus der Quarantäne entlassen werden. Die Reisenden, die sich an Flughäfen, Autobahnen und Bahnhöfen nach dem Urlaub im Risikogebiet testen ließen, sind dazu verpflichtet, das negative Testergebnis dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Positive Testergebnisse, also eine Covid-19-Infektion, werden zwar der Behörde automatisch gemeldet, dennoch sollten sie dem Gesundheitsamt auch vom Infizierten mitgeteilt werden, um Zeit zu sparen. Das gilt auch für den Fall, dass das Reiseland erst während des Urlaubs zum Risikogebiet erklärt wird. Passiert letzteres erst nach der Heimkehr, wird ein vorsorglicher Test empfohlen. Alle Reiserückkehrer können sich unabhängig davon, ob sie aus einem Risikogebiet kommen oder nicht, innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise kostenlos auf Corona testen lassen (Telefon: 116 117).

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