Lärmschutz

Kompromiss am Narbonner Ring

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Weilheim - Kompromiss am Narbonner Ring: Anlieger am „Bärenmühlweg“ dürfen sich mit zwei Meter hohen Mauern von der vielbefahrenen Straße abschirmen.

 Wie können sich Anwohner des Narbonner Rings im Bereich „Bärenmühlweg/Betberg“ gegen Verkehrslärm schützen? Diese Frage diskutiert der Bauausschuss schon seit rund zehn Jahren. Es gab Ortstermine, viele Gespräche, auch ein Schallgutachten wurde zu Rate gezogen. Doch bei der jüngsten Besprechung mit dem Landratsamt blieben immer noch „mehr Fragen als Antworten“, wie Manfred Stork, Chef der Bauverwaltung im Rathaus, in der März-Sitzung des Bauausschusses sagte.  Insbesondere die Zulassung einzelner Lärmschutzwände auf städtischem Grund – etwa in der Grünfläche zwischen Straße und Geh-/Radweg entlang des Narbonner Rings – wurde kritisch gesehen: Solche Einzelanlagen hätten wohl „kaum den gewünschten Effekt“, sie könnten im Gegenteil sogar schalltechnische Verschlechterungen für einzelne Anlieger bringen. Einen durchgehenden, gemeinschaftlichen Lärmschutz auf der Westseite des Narbonner Rings mag sich indes keiner vorstellen. Zumal Wände zwischen Straße und Gehweg dunkle, uneinsehbare Bereiche schaffen würden – was nicht erwünscht sei. Storks Zusammenfassung der Situation im Bauausschuss: „Es ist wahnsinnig kompliziert.“

Deshalb unterbreitete der Bauverwaltungs-Chef einen „letzten Vorschlag, um die Sache einigermaßen in den Griff zu bekommen“: Der Bebauungsplan „Östlich der Halderstraße II“ soll für die betroffenen Anlieger so geändert werden, dass zum Narbonner Ring hin auf eigenem Grundstück künftig Mauern und Einfriedungen bis zu zwei Meter Höhe zulässig sind – verfahrensfrei. „Sollte ein Bauherr eine höhere Einfriedung wünschen, müsste diese mittels Bauantrag über das Landratsamt genehmigt werden.“ Bislang lässt der Bebauungsplan grundsätzlich nur hinterpflanzte Maschendrahtzäune mit einem Meter Höhe zu.

Diese Bebauungsplan-Änderung für die östlichen Grundstücksseiten der Betroffenen sei „ein Kompromiss“, sagte Stork: „Aber eine andere Möglichkeit wird es nicht geben.“ Weilheims Bauausschuss stimmte in diesem Sinne einhellig zu.

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