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Entspricht den Anforderungen an eine moderne Berufsschule nicht mehr: das Gebäude an der Kerschensteiner Straße in Weilheim. Was mit ihm nach dem Umzug in den Neubau passiert, ist noch offen. 

Neubau Berufsschulzentrum

Zig Konzepte und einige Bedenken

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Weilheim - Auf dem Baugelände wächst noch Mais, auf dem Papier nimmt das neue Berufsschulzentrum  immer mehr Gestalt an. In Weilheim gibt es derweil Bedenken gegen das Vorhaben.

Der Bau einer vollkommen neuen Schule direkt im Zwickel von Narbonner Ring und Bundesstraße 2, das ist angesichts der Kosten in Höhe von maximal 50 Millionen Euro nicht nur für den Landkreis eine große Herausforderung, sondern auch für die Stadt Weilheim und ihre Bürger. Liegt der geplante Schulkomplex doch direkt an zwei viel befahrenen Straßen, zudem gegenüber einem dicht bebauten Wohngebiet – und auf historischem Grund.

Und so gibt es einige Bedenken gegen die ehrgeizigen Pläne des Landkreises für das 3,9 Hektar große Areal, wie in der letzten Sitzung des Weilheimer Stadtrates vor der Sommerpause bekannt wurde. Sie kamen zur Sprache, als es um die Billigung des Bebauungsplanes „Berufsschulzentrum Weilheim“ ging. Sowohl Bürger als auch Behörden hatten eine Stellungnahme dazu abgegeben.

Das Landesamt für Denkmalpflege wies laut Manfred Stork, Chef der Bauverwaltung im Rathaus, darauf hin, dass der Neubau die historische Römerstraße tangiere. „Es sollte umgeplant werden“, zitierte Stork aus dem Schreiben. Konsequenzen wurden von den Stadträten aber keine gezogen, Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt wies darauf hin, dass sich der Bauherr und das Amt abstimmen müssten.

Skeptisch sind auch Anlieger in den Wohngebieten am Narbonner Ring. Die einen fürchten gravierende negative Folgen für das Naherholungsgebiet „Dietlhofer See“, das von vielen Weilheimern genutzt werde. Andere, vor allem Anlieger des Willi-Mauthe-Wegs, des Anton-Mangold-Wegs und des Narbonner Rings, darunter eine Wohnungseigentümergemeinschaft, deren Mitglieder bereits Unterschriften sammelten, hatten schon im Frühjahr eine „dauerhafte Beeinträchtigung durch Lärm und Abgase“ durch die Zufahrt zu der Schule reklamiert, sollte diese wie geplant über den Dietlhofer-See-Weg führen. Diese Planung ist inzwischen allerdings vom Tisch, jetzt sollen die Autos über eine Abbiegespur in Höhe des Willi-Mauthe-Wegs zur Schule fahren. Ob ein Bypass am B2-Kreisel gebaut wird, ist offen. Sicher ist aber: Von der B 2 führt kein Weg zur Schule. Der Verkehrsreferent des Stadtrates, Dr. Claus Reindl (BfW), kann die Aufregung nicht verstehen: Die Zunahme des Verkehrs werde „überzogen dargestellt“, viele der Schüler hätten noch gar keinen Führerschein.

Während die Stadträte mit dem Bebaungsplanverfahren befasst sind, ging es in der Sitzung des Kreis- und Schulaausschuss um Entscheidungen wie die: Sollen die Mensa (130 Sitzplätze) und benachbarte Mehrzweck- und Klassenräume so gebaut werden, dass sie bei Bedarf zu einem großen Versammlungsraum mit 450 Plätzen umgestaltet werden können? Ja, das soll geprüft werden, so die Gremiumsmehrheiten.

Besprochen wurde auch ein Konzept für Barrierefreiheit, das darauf abzielt, dass alle Bereiche für Rollstuhlfahrer erreichbar sind, und ein Materialkonzept. Dieses sieht vor, dass Holz bei Möbeln, Fassaden, Fenstern und Böden zum Einsatz kommt, Betonmauerwerk bei Fertigteilwänden und Konstruktionen und Fassaden, Glas bei Geländern und Fassaden sowie Metall und Stahl bei Geländern, Fassaden, Toren und Konstruktionen. Alle Materialien sollen den Anforderungen an nachhaltiges Bauen gerecht werden, so die Vorstellung der Ausschussmitglieder. (Zum Energiekonzept siehe eigenen Bericht im Kasten).

Laut Kämmerer Norbert Merk wird über alle diese Entscheidungen, die zum Teil auch finanzielle Auswirkungen haben, im September „im Paket entschieden“.

Der Bebauungsplan

für das Berufsschulzentrum findet sich auf der Homepage der Stadt unter www.weilheim.de/Mein Weilheim/Städtebauliches. Zudem kann er bis 5. Oktober öffentlich im Rathaus, II. Stock, Stadtbauamt, Zimmer 202, während der üblichen Dienststunden von jedermann eingesehen werden

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