Unfall auf der A73 sorgt für Stau - Chaos im Berufsverkehr

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Viele Musiker auf und viele Zuhörer vor der Bühne: Die Stadthalle war am Samstagabend gut besucht. 

Stadthalle

Die Kraft der Chöre überzeugte

Gleich drei  Klangkörper  wagten sich an „Elias“. Der Weilheimer Chorkreis, der Chor der Apostelkirche  und das Garchinger Sinfonieorchester  brachten ihn auf die Bühne.

Weilheim – Es ist viel Einsatz, Begeisterung, Zeit und Fleiß notwendig, um ein opulentes Stück aufzuführen – und für diese Mühen wurden die Laienmusiker am Samstagabend mit einer blendend besuchten Stadthalle belohnt. Der Weilheimer Chorkreis unter Leitung von Elisabeth Reitzer und der Chor der Apostelkirche unter Leitung von Gundula Kretschmar hatten sich zusammengeschlossen, um Felix Mendelssohn-Bartholdys beliebtes Oratorium „Elias“ aufzuführen. Als Orchesterpartner hatten sie das üppig besetzte Garchinger Sinfonieorchester, mit einigen professionellen Orchestermusikern aus München verstärkt, gewonnen.

Leider konnte man im Programmheft keinen Hinweis auf Aris Blettenbergs Biographie, in dessen Händen die musikalische Einstudierung des Orchesters lag, der also einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen des Abends geleistet hatte, finden. Schade, denn der junge Deutsch-Grieche hat als Dirigent, Pianist und Komponist eine interessante Vita aufzuweisen.

Der Aufmarsch der vielen Chorsänger zu Beginn beeindruckte. Beide Chöre zeigten sich hoch motiviert, stets präsent und gut vorbereitet. Rhythmisch gut gefasst gelangen die großen Chorpassagen wie zum Beispiel in „Dank sei Dir Gott“, dynamische Steigerungen wie in der Anrufung Baals bewältigte das Ensemble mit großvolumiger Geschlossenheit.

„Elias“, die fesselnd erzählte Geschichte des Propheten, voll packender Dramatik, sanfter Innerlichkeit und kraftvollem Glaubenszeugnis wurde auch getragen durch die Solistenbesetzung. Hier schöpfte der junge Bass Martin Burgmair als Elias den Rahmen seiner Möglichkeiten ganz aus. Mit Susanna Winter, deren Sopran stets mühelos strahlte, Altistin Andrea Fessmann, deren warmes Timbre vor allem in den leisen Passagen zur Geltung kam, und dem zuverlässigen Tenor von Klaus Steppberger hatte man in Weilheim bereits bekannte Solisten eingeladen. In „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ gestaltete dieses Quartett einen besonders berührenden Moment. Das unbegleitete Damen-Terzett der drei Engel, „Hebe deine Augen auf“, ergänzt durch Maria Hommer (Sopran), wurde zu einer Perle des Abends.

Die trockene Akustik der Stadthalle machte es den Solisten nicht leicht. Ein Zurücknehmen des wuchtigen Orchesterklanges wäre vielfach für sie von Vorteil gewesen. Die zierliche, energiegeladene Elisabeth Reitzer dirigierte klar und raumgreifend. Sie führte den riesigen Apparat mit sicherer Hand. Das Streicherbild des Garchinger Sinfonieorchesters war fein, Intonationsunsicherheiten in den Bläsern und immer wieder nicht präzise einsetzende tiefe Streicher hätten noch etwas Optimierungsbedarf. Ein Sonderlob geht an die Solo-Oboe für das Arioso des Elias im zweiten Teil.

Nach der Pause trat Gundula Kretschmar an das Dirigentenpult, die die Chöre zupackend motivieren konnte. Als der letzte Ton verklang, nahm einhelliger Jubel die Stadthalle ein.

Dorothe Fleege

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