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Sie stehen hinter dem Weilheimer „MuNa 2020“: (v.l.) Seniorchefin Andrea Strobel (Strobeldruck), Michael Linz, Max Aubeck, Christian Aubeck und Bettina Strobel.
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Aus einem Waschlappen mit Froschmotiv hat sich Thomas Geis seine Maske gebastelt. „Frösche und Lurche sind meine besten Freunde, echte und künstliche. Ich bin regelmäßig unterwegs und beobachte die Kaulquappen.“ Er habe, viele davon geschenkt bekommen, eine ganze Sammlung an unterschiedlichen Fröschen aus Wachs, Kunststoff, Blech und Ton.
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Die zehnjährige Helena Böhm aus Antdorf trägt eine Maske, deren Stoff bereits bei ihrem Babybett in Verwendung war und den Mama Marianne wiederentdeckt hat.
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Ihre Mutter näht die Masken für die Familie selber, berichtet Ursula Gallmetzer aus Peißenberg. Ihre mit der Biene Maja ist eine besondere: „Sie stammt aus einer Bettwäsche, in der ich selbst wohl als Kind geschlafen habe“, sagte Gallmetzer.
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Eine Freundin hat die Masken genäht, die Denise und Patrick Bergler aus Huglfing tragen. „Ich wollte, wenn schon, etwas auffälliges und habe mir die mit den Einhörnern geschnappt“, sagt Patrick. „Da blieb für meine Frau nur der Elefant.
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Als langjährige Teddyliebhaberin hat uns Heike Pokrandt dieses Bild geschickt
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Hans Stibich aus Weilheim
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Sehr kreative Masken hat Familie Krabler aus Peißenberg auf (v.l. Katrin, Marlene, Michael und Kilian). Die Mama hat alle Masken selbst geschneidert und auch schon einige an Freunde und Verwandte geschickt.

Lustige und kreative Ideen dabei

Kreative Maskenschau: Sie schenken den Bürgern ihr eigenes Lächeln

Nach unserem Aufruf, uns kreative Masken zu schicken, haben einige Leser uns ihre Bilder zugeschickt, außerdem waren unsere Fotografen fleißig – und haben auch noch ein tolles Projekt entdeckt.

Weilheim – Wie so viele andere beschäftigt die Maskenpflicht auch Michael Linz und Christian Aubeck in besonderem Maße. Viele intensive Gespräche gab es darüber unter den beiden Weilheimern, dann hatten sie eine Idee: Setzen wir ein Zeichen, ein Symbol für mehr Menschlichkeit und Miteinander. So entstand der „Weilheimer MuNa 2020“, eine Mund- und Nasenabdeckung mit einem Lächeln.

Die individuellen Stücke aus leichtem Baumwollstoff werden kurzerhand mit dem eigenen Lächeln bedruckt, so dass man sich trotz Maskenpflicht ein Lächeln schenken kann – und zwar das eigene. In Andrea und Bettina Strobel vom ortsansässigen Unternehmen Strobel-Druck fanden die beiden Partner, die das Bedrucken mit der eigenen Fotovorlage übernehmen. Die MuNa’s werden dann handgefertigt. Die auf 100 Prozent Baumwolle gedruckten Abdeckungen können nach dem Tragen bei 60 Grad gewaschen werden. Sie sind, wie die meisten Alltagsmasken, allerdings keine medizinisch zertifizierten Produkte, besitzen keine CE-Kennzeichnung und erfüllen auch keinen FFP-Standard.

Mit „MuNa“ von Strobel-Druck wolle man ein „Lächeln in diese Zeit bringen“

Das Prozedere ist einfach: Man muss nur ein Foto vom Gesichtsausschnitt Nase-Mund mit dem Handy machen und die Nase vom linken zum rechten Nasenflügel für die Größenskalierung abmessen. Dieses Foto und das Maß schickt man per Mail an laecheln@strobel-druck.de und bestellt so seinen personalisierten MuNa, der natürlich aus hygienischen Gründen nicht retourniert werden kann. Abholen kann man ihn schon nach zwei bis drei Tagen bei Strobel-Druck in der Petelgasse 1 in Weilheim, Telefon 0881/924 9240. Auch eine Lieferung gegen Versandkosten ist möglich.

„Wir wollen einfach ein Lächeln in diese Zeit bringen“, sagt Christian Aubeck. „Und wenn alles vorbei sein wird, kann man den MuNa als Andenken aufbewahren an eine Zeit, die es so noch nie gegeben hat.“ Außerdem könne man die Idee wunderbar auf andere Städte und Gemeinden übertragen, so dass aus Weilheim ein Lächeln in die ganze Welt gehen könnte.

Ein Lächeln gibt es auch für zwei gemeinnützige Organisationen, denn einen Teil des Erlöses spenden Aubeck, Linz und die Familie Strobel an Primipassi Oberland, die Akutbegleitung und Unterstützung für betroffene Eltern und Geschwister nach dem Tod eines Kindes leisten, sowie an die Evangelische Jugend der Kirchengemeinde Weilheim. 

BIANCA R. HEIGL

Lesen Sie auch: Masken-Gebot trifft auf Masken-Not - doch die Unterschiede sind groß

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