Drastischer Lebensmittel-Rückruf - Behörden lösen sogar via „Katwarn“ Gefahren-Alarm aus

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Informierten über die Sicherheit im Landkreis: Robert Kopp und Eva Schichl. 

Kriminalität geht zurück

Leben im Landkreis ist sicherer geworden

„Das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, ist geringer geworden.“ So fasste Landrätin Andrea Jochner-Weiß die Situation im Landkreis Weilheim-Schongau zusammen, als das Polizeipräsidium „Oberbayern Süd“ den Bericht zur „Sicherheitslage 2018“ vorgestellt hatte.

Weilheim – Die Kriminalität im Landkreis hat stark abgenommen. Laut Robert Kopp, dem Leiter des Präsidiums, der zusammen mit seiner Stellvertreterin Eva Schichl den Bericht vorstellte, wurden 2018 im Landkreis 4485 Fälle in der polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Dies sei ein Rückgang von 9,7 Prozent. Gleichzeitig sei die Aufklärungsquote gestiegen: von 70,1 Prozent auf 71,2 Prozent. Damit ist die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung mit 3341 angezeigten Straftaten pro 100 000 Einwohner weit unter dem bayerischen Landesdurchschnitt, der bei 4889 Straftaten liegt. Kopp merkte dazu an: „Wir bagatellisieren nichts und wir dramatisieren nichts.“Laut Kopp gebe es aber einen Unterschied zwischen den Zahlen und der Wahrnehmung von Verbrechen. Letztere werde durch die Berichterstattung und durch die sozialen Netzwerke bestimmt.

2018 wurden laut Statistik 2370 Tatverdächtige ermittelt. Der Anteil der ausländischen Verdächtigen lag bei 31,9 Prozent und war damit etwas höher als 2017. Damals lag er bei 29,2 Prozent. Der Anteil der Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden ist innerhalb eines Jahres von 24,9 Prozent auf 21,8 Prozent gesunken. Mit einer Ausnahme sind die Zahlen gesunken. Tötungsdelikte nahmen sogar um 66,7 Prozent – von drei Fällen auf einen Fall – ab. Und dass Sexualdelikte binnen eines Jahres von 55 Prozent um 30,9 Prozent auf 72 stiegen, liegt laut Kopp an einer Änderung der Gesetzeslage, nach der mehr Vorgänge in die Kategorie der Sexualdelikte fallen würden.

Erfreulich ist laut Kopp, dass die Zahl der Einbrüche in Wohnungen und Gewerbegebäude seit zwei Jahren sinkt, nämlich von 135 auf 123 auf zuletzt 82. 21 Wohnungseinbrüche gab es im vergangenen Jahr, 19 scheiterten.

Nicht verharmlosen sollte man laut Präsidiumsleiter die Drogenkriminalität. Die Fälle seien zwar um 11,3 Prozent auf 447 gesunken, Drogen gefährdeten aber weiterhin vor allem Jugendliche. Zur oft geforderten Entkriminalisierung meint Kopp, es sei angegebracht, „deutlich dagegenzuhalten“.

Im Aufwind ist laut Schichl die Computer- und Telefon-Kriminalität, bei der die Täter „sehr professionell“ auftreten. Besonders häufig seien ältere Menschen davon betroffen. Zudem würden sich Kriminelle immer öfter als Polizisten ausgeben. Sie schadeten damit dem Vertrauen in die Polizei. Schichl rät, auf keinen Fall zu machen, was gefordert wird, und sofort die Polizei zu verständigen.

Alfred Schubert

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