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Stellten die Kriminalstatistik vor: Landrätin Andrea Jochner Weiß,  Polizeipräsident  Robert Kopp (r.) und Polizeidirektor Richard Gröger.

Kriminalstatistik 2015

„Die Welt ist in Ordnung“

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Landkreis - „Die Botschaft ist, dass es sich im Landkreis Weilheim-Schongau sicher lebt“, sagte Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2015. Doch es gibt auch einen Wermutstropfen.

Delikte, die sich 2015 im Landkreis Weilheim-Schongau ereigneten.

 Die Kriminalität ist zurückgegangen, „und es gibt auch tolle Werte, was die Aufklärung betrifft“, so die Landrätin bei der Veröffentlichung der Statistik am Montag. 2015 wurden 4600 Straftaten im Landkreis registriert. Das sind 167 Fälle oder 3,5 Prozent weniger als 2014. Die Aufklärungsquote stieg im Jahr 2015 um 8,1 Prozent auf 68,2 Prozent.

„Die Welt ist hier im Landkreis wahrlich in Ordnung“, sagte Robert Kopp, Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. Doch ließen sich heutige Statistiken nicht mehr mit denen früherer Jahre vergleichen – Grund: die Flüchtlinge. Die Aufgriffe im Zusammenhang mit illegaler Migration flössen in diese Statistik ein, so Kopp. Ließe man diese Delikte außen vor, „passt es wieder“, sagte der Polizeipräsident.

Straftaten werden jedoch ohne Ansehen der Nationalität verfolgt. Im vergangenen Jahr seien 139 „Zuwanderer“, was nicht mit Ausländern gleichbedeutend ist, im Landkreis einer Straftat verdächtigt worden. Insgesamt waren 2322 Menschen tatverdächtig. „Die meisten Delikte werden untereinander begangen“, sagte Kopp. Das seien zum Beispiel Beleidigungen oder Körperverletzungen in den Gemeinschaftsunterkünften. Die Zahl ist also gering, doch der Polizeipräsident weiß um das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung – gerade nach der Silvesternacht in Köln –, das etwas anderes suggeriere.

Rückläufig ist die Zahl der Wohnungseinbrüche, nämlich um 37,7 Prozent. Vergangenes Jahr waren es 43, 2014 noch 69. Auch die Straßenkriminalität wurde weniger, sie nahm um 28,9 Prozent ab. 2015 waren 743 Fälle zu bearbeiten, das Jahr davor 964. Allerdings ist bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungen im „öffentlichen Raum“, also auf Straßen, Wegen und Plätzen, ein Anstieg um neun auf 27 Fälle zu verzeichnen. Die Gewaltkriminalität stieg von 111 (2014) auf 126 Fälle an.

Das Thema „Verkehr“ hat sich laut Landrätin „total ins Negative entwickelt“. Vor allem Unfallfluchten, Rasereien und Fahren unter Alkoholeinfluss haben laut Kopp zugenommen. Acht Verkehrstote habe es 2015 gegeben, zwei weniger als 2014. 2006 seien es sogar noch 18 gewesen. Zwar relativiere sich so manches, da der Verkehr zugenommen habe, „aber es ist nicht schön“, so der Polizeipräsident. Doch wie es aussieht, war das Vorjahr ein Ausreißer. „Im ersten Quartal 2016 schaut es schon wieder gut aus“, so Landrätin Jochner Weiß.

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