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Manfred Bögl (l.) und sein Sohn Thomas mit einer Wurzelkrippe (links) und einer Grulich-Krippe. Beide Krippen werden heuer erstmals gezeigt. 

Mit neuem Raum

Krippenmuseum öffnet wieder seine Tore

„Eine Bereicherung für Weilheim“ sei das Krippenmuseum, hat jemand ihm ins Gästebuch geschrieben. Es war einer von 2300 Besuchern, die sich im ersten Jahr das Museum, das am 7. Dezember 2018 eröffnet wurde, die Krippenausstellung angeschaut haben. „Eine erfreuliche Bilanz“, so der Initiator des Museums, Manfred Bögl.

Weilheim – Unter den Besuchern waren 500 Kinder, darunter viele Weilheimer Schulklassen. Die meisten Besucher kommen aus der Region. „Es sind aber auch etliche aus Niederbayern und Tirol gekommen“, so Bögl. Vereinzelte Gäste aus Baden-Württemberg, Mönchengladbach und England, die aus anderem Grund in Weilheim waren, schauten sich die Krippen auch an.

Das Museum, das im heute denkmalgeschützten Wirtschaftsteil eines ehemaligen Baugeschäfts untergebracht ist, zeigt knapp 100 Darstellungen der Geburt Jesu. Die kleinste befindet sich in einer Walnussschale, die größte ist elf Meter lang. In der internationalen Sammlung sind Bretterkrippen ebenso vertreten wie die knallbunten Krippen aus Polen.

Rechtzeitig vor der Weihnachtszeit ist das Museum um einen Raum mit einem Dutzend Krippen erweitert worden. Zu sehen ist hier unter anderem eine Wurzelkrippe, die aus Schwemmholz gebaut wurde, das die Isar in Bad Tölz angespült hat. Die handgeschnitzten und -bemalten Figuren stammen aus Oberammergau. Im Schaukasten daneben befindet sich eine rund 100 Jahre alte Grulich-Krippe.

Bei der Einrichtung wurde an alle Altersgruppen gedacht. Für die Kinder gibt es vor den Krippen Trittstufen, für die Senioren Haltestangen und Sitzgelegenheiten. Dies ist laut Bögl wichtig, da sich Besucher meist anderthalb bis zwei Stunden Zeit zum Betrachten der Exponate nehmen.

Das Krippenmuseum in der Petelgasse 6 wird am heutigen Freitag um 14 Uhr wieder an den Wochenenden bis 26. Januar geöffnet. Es kann an Freitagen von 14 bis 17 Uhr und an Samstagen und Sonntag sowie am 26. und 30. Dezember und am 2. und 6. Januar von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr besucht werden.

Info

Gruppen ab fünf Personen erhalten nach Anmeldung unter der Nummer 0881/61116 oder 40033 sowie E-Mail info@boegl-architekt.de) auch Führungen außerhalb dieser Öffnungszeiten. Inzwischen machen drei Generationen der Familie Bögl diese Führungen. Neben dem Gründer sind auch sein Sohn Thomas und sein Enkel Felipe aktiv. Wenn große Gruppen geteilt werden müssen, können auf Wunsch gleichzeitig Stadtführungen angeboten werden, um Wartezeiten zu vermeiden.

Alfred Schubert

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