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Schaufenster der Weilheimer Kunst: Ragnhild Thieler (2.v.l.), Kulturreferentin des Stadtrats, mit den Künstlern Wolf Schindler (l.), Susanne Kohler und Frank Fischer (r.) in der „Kunstforum Galerie“, die am Freitag offiziell eröffnet wird.

Weilheim

„Freude und Farbe“ in der Oberen Stadt

Weilheim - Sichtbarer werden für die Öffentlichkeit und die Obere Stadt aufwerten: Das will das „Kunstforum Weilheim“ mit der „Kunstforum Galerie“.

„Erst war es ein Blumenladen und dann ein Rahmengeschäft“, erläutert Susanne Kohler, die Vorsitzende des Künstlerzusammenschlusses. Nun sind die beiden Räume in der Oberen Stadt – rund 20 Quadratmeter zum Schaufenster, dazu noch einmal halb so viel zum Hof – eine Fläche, die für jeweils drei bis sechs Wochen mit wechselnden Werken von Kunstforums-Mitgliedern „bespielt“ werden soll. Die ausstellenden Künstler beteiligen sich dabei an den Mietkosten, die ansonsten das Kunstforum schultert. Auch Performances und Aktionen sollen möglich sein – natürlich aufgrund der begrenzten Räumlichkeiten nur im kleineren Rahmen, „aber es müssen ja auch nicht immer hundert Besucher sein“, erklärt „Kunstforums“- Urgestein Wolf Schindler.

Die Weilheimer sollen durch die Galerie stärker auf zeitgenössische Kunst aufmerksam werden, die in ihrer Region entsteht, wünscht sich Schindler. Außerdem sollen die ausgestellten Werke natürlich auch dazu verführen, sie käuflich zu erwerben. „Das zugrunde liegende Konzept ist das einer Produzentengalerie“, so Kohler. „Kunstforums“-Neuling Frank Fischer, der bereits eigene Galerieräume in der Nähe eröffnet hat, verspricht sich vor allem eine Aufwertung der Oberen Stadt, aus der vielleicht einmal ein „kleines Künstlerviertel“ werden könne.

Weilheims Kulturreferentin Ragnhild Thieler ist voll des Lobes für die Initiative des „Kunstforums“, dankte bei einem Pressetermin aber auch den Vermietern des Ladens, Familie Holeczek, die sich der ungewöhnlichen Nutzung gegenüber offen gezeigt hätten. Dadurch werde ein weiteres leer stehendes Geschäft in der Stadt vermieden.

Für das Weilheimer Publikum öffnet die Galerie am Samstag und Sonntag gleich mit großzügigen Zeiten, denn der Raum wird in die „Ateliertage“ des „Kunstforums“ einbezogen. Zu sehen sind modisch-androgyne Bilder von Christian S. Bolley, Collagen von Ilka Niederfeld und Bronzeskulpturen von Egon Stöckle.

In Zukunft werde der Galerieraum zwar nur wenige Stunden in der Woche öffnen, dann aber stets eine Anlaufstelle für alle diejenigen darstellen, die sich für das „Kunstforum“ interessieren. Die genauen Regel-Öffnungszeiten der „Kunstforum Galerie“ werden in Kürze feststehen und dann auf der Website und natürlich an der Türe in der Oberen Stadt 30 bekannt gemacht, verspricht Kohler: Aber auch wenn geschlossen sei, werde die Galerie stets „Freude und Farbe bringen“. Die Resonanz werde zeigen, wie lange die Galerie bestehen bleibe; mindestens anderthalb Jahre Zeit will sich das „Kunstforum“ geben.

Eröffnung

Die Eröffnung der „Kunstforum Galerie“, Obere Stadt 30, wird am Freitag, 28. Oktober, um 19 Uhr gefeiert. Außerdem ist zu den „Ateliertagen“ geöffnet: Sa, 29. Oktober, 14-18 h, und So, 30. Oktober, 11-18 Uhr.

Text: Andreas Bretting

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