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Noch bis Sonntag ist Kunstmesse in Weilheim: „Entdecken Sie, genießen sie – und kaufen Sie!“

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Von: Magnus Reitinger

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47 Künstler bieten auf der dritten Kunstmesse in Weilheims Stadthalle dieses Wochenende einen spannenden Überblick über zeitgenössische Kunst in Süddeutschland – und ihre Werke zum Verkauf an.

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1 / 11Blick durch ein vielschichtiges Acryl-Objekt von Gertrud von Winckler: Die 1949 in Regensburg geborene Künstlerin (links im Bild) lebt am Marienplatz in Weilheim. © Ruder
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2 / 11Zur Eröffnung der „Kunstmesse Weilheim III“ am Donnerstagabend gab es auch ein Grußwort von Landrätin Andrea Jochner-Weiß: „Lassen Sie sich anregen, anrühren, begeistern, beseelen!“, so ihre Aufforderung an die Besucher. © ruder
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3 / 11Viel Rundes im Eckigen: Mit klarer Formensprache präsentiert sich Beatrix Eitel (hier im Gespräch mit einem Besucher), die im mittelfränkischen Langenaltheim arbeitet. © ralf ruder
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4 / 11Farbvoll und expressiv: Holzskulpturen der jungen Künstlerin Vanessa Preger-McGillivray aus Garmisch-Partenkirchen, dahinter Malerei von ihr (r.) und von Sebastian Bauer (l.) © ralf ruder
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5 / 11Am Stand des Buchheim-Museums sind Heugabeln aus Frankreich zu sehen. Laut Direktor Daniel J. Schreiber hat Museumsgründer Lothar-Günther Buchheim mit diesen simplen Objekten Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber die Augen dafür geöffnet, dass zur Kunst das Unerwartete gehört. © ralf ruder
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6 / 11Filigrane Licht-Papier-Objekte hat die in Puchheim bei München lebende Bildhauerin Michaela Miller mitgebracht. © ralf ruder
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7 / 11Mitunter floral anmutende Köpfe – mal als Skulptur, mal als Gemälde – zeigt Brigitte Kirchner aus Altenstadt. © ralf ruder
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8 / 11Kunst im Gespräch: Rolf Werres aus Seeshaupt erklärt Besuchern, wie seine Fotografien entstehen. © ralf ruder
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9 / 11Sie hatte die weiteste Anreise: Karin Mennen lebt in Osnabrück und malt in einem Atelier am Wattenmeer im friesischen Wangerland. Ihre Bilder legt sie teilweise ins Watt – so nehmen sie Sedimente auf. © ralf ruder
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10 / 11Eine Bühne für den Nachwuchs: Arbeiten aus der Druckwerkstatt der Montessorischule Peißenberg sind auf der Bühne der Stadthalle zu sehen – hier einige der beteiligten Schülerinnen und Schüler. © ralf ruder
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11 / 11Der Schirmherr: Museumsdirektor Schreiber mit Andrea Kreipe (Messeleitung). © ralf ruder

Weilheim – Kunst und Kommerz, schließt sich das nicht aus? Müssen „echte Künstler“ nicht eigentlich frei sein von den Zwängen des Marktes? Nein, sagte Daniel J. Schreiber, Direktor des Buchheim-Museums in Bernried und Schirmherr der „Kunstmesse Weilheim III“, in seiner Rede zur Messe-Eröffnung am Donnerstagabend: Gute Geschäfte und gute Kunst gehörten zusammen. Und wo keine Kunst sei, fügte Schreiber hinzu, sei langfristig „auch kein Geld“. 

Dass künstlerischer Mut manchmal teuer komme, sich letztlich aber auszahle, sehe man im Landkreis Weilheim-Schongau. Der Bau der Wieskirche sei einst „völlig unwirtschaftlich“ gewesen und fast fünfmal so teuer als geplant; heute ist sie Weltkulturerbe und lockt mehr als eine Million Besucher im Jahr: „Jeder Gulden hat sich bezahlt gemacht“, so Schreiber. 

Auch das Buchheim-Museum sei so ein Beispiel. Tief habe das Land Bayern dafür in die Tasche greifen müssen, doch um die 100 000 Besucher jährlich wüssten das heute zu schätzen – und würden dort erfahren, dass Schönheit nicht nur in der anerkannten Kunst liege, sondern auch im Unerwarteten. 

Entdeckungen biete auch die Weilheimer Kunstmesse: Es sei „ein großes Glück, dass es einen so engagierten Verein wie das Kunstforum Weilheim gibt“, lobte Schreiber die Veranstalter. Eine Besonderheit nannte der Schirmherr, dass es sich nicht um eine Händler-, sondern eine Produzentenmesse handle. So könnten sich Besucher aus erster Hand informieren und im besten Sinne überraschen lassen. Wobei es allein darauf ankomme, was den Gästen selbst gefalle, sie persönlich fasziniere. Schreiber wörtlich: „Entdecken Sie, genießen sie – und kaufen Sie!“ Das gelte übrigens auch für die Lokalpolitiker , die bei der Eröffnung zuhauf zugegen waren. 

Der Schrobenhausener Bildhauer Richard Gruber, der die Feier mit Julia Gruber und Georg Gruber musikalisch umrahmte, sang in diesem Sinne in Richtung von Weilheims Rathaus-Chef und seinen Kämmerer: „Auch der Bürgermeister Loth sieht das Kunstangebot, er fragt den Christoph Scharf, ob er was kaufen darf...“

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Geöffnet ist die Kunstmesse in Weilheims Stadthalle noch am Samstag, 4. Mai (11-20 Uhr), und Sonntag, 5. Mai (11-18 Uhr). Eintritt: 5 Euro inclusive Messekatalog. Kinder/Jugendliche bis 16 Jahre und Schwerbehinderte haben freien Eintritt. Am Samstag um 14 & 16 Uhr gibt es Führungen mit Kunsthistorikerin Ute Ehlers. Info: www.kunstmesseweilheim.de.Die Aussteller im Überblick: Anna Kirsch (Bad Feilnbach)Marinus Wirtl (Schongau)Günter Hornung (Gerolsheim)Karin Mennen (Osnabrück/Wangerland)Heide Karin Konwalinka (Huglfing)Karl-Heinz Kalbhenn (Rodgau)Jos Huber (Weilheim)Michael Kreuter (Polling)Jakob Lukas (Weilheim)Egon Stöckle (Hohenfurch)Bernd Thomas Zimmermann (Pöttmes)Susanne Kohler (Weilheim)Gertrud von Winckler (Weilheim)Richard Gruber (Schrobenhausen)Iris Noerpel-Schneider (Oberammergau)Clemens Büntig (Königsdorf)Beatrix Eitel (Langenaltheim)Ilka Niederfeld (Peißenberg)Yvonne Klug (Schönstedt)Wolf Schindler (Weilheim)Heinz Stoewer (Bad Tölz)Günter Seubert (Weilheim)Alexander Arundell (München)Kristiane Semar (München)David Kluge (Eberfing)Rolf Werres (Seeshaupt)Christa Mayr-Brandl (Untersöchering)Andrea Kreipe (Böbing)Michaela Miller (Puchheim)Ilse Bill (Schongau)Brigitte Kirchner (Altenstadt) Horst Esser (Peißenberg) Josef Thalhofer (München)Monika Lehmann (Reichling)Ingrid Olga Fischer (Augsburg)Petra Keil (Baierbrunn)Laszlo Racz (Starnberg)Christine Gräper (Peiting)Fride Wirtl-Walser (Peiting)Theo Hadiak (Peiting)Reiner Heidorn (Weilheim)Schulen für Holz und Gestaltung Garmisch-Partenkirchen: Lynn Ohrndorf, Leandra Schieder, Sebastian Bauer, Jonas Heidle, Vanessa Preger-McGillivray und Stefan Chlebarov (alle Garmisch-Partenkirchen)Projekt „Druckwerkstatt“ der Montessorischule PeißenbergBuchheim-Museum Bernried.

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