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Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Hans Rehbehn und Erika Breu präsentierten die neue Webseite. 

Webseite

Neuer Internetauftritt vom Landkreis noch mit Lücken

Schon Mitte 2017 war die Entscheidung für einen neuen Online-Auftritt des Landkreises getroffen worden. Nun ist die neue Webseite online gegangen. Was die Sichtbarkeit in sozialen Medien betrifft, braucht das Landratsamt hingegen noch Zeit.

Landkreis – Auch auf dem Handy oder Tablet die Webseite des Landkreises Weilheim-Schongau bedarfsgerecht angezeigt bekommen? Was vorher nicht möglich war, funktioniert jetzt. Bereits Mitte 2017 war die Entscheidung für eine neue Webseite gefallen. Seit Herbst 2017 arbeiteten Pressesprecher Hans Rehbehn und Erika Breu daran. In der vergangenen Woche ist die neue Seite online gegangen. Mit einigen Veränderungen. „Die alte Seite war sehr starr und nicht smartphone- oder tabletgerecht“, sagt Hans Rehbehn.

Doch auch vom Design hat sich einiges geändert. Erste Neuerung, die ins Auge fällt: Oben auf der Seite gibt es jetzt wechselnde Bilder mit Motiven aus dem Landkreis. Im Moment vor allem Schneelandschaften. Ebenfalls neu: Die wichtigsten Dinge erreichen Bürger nun im Schnellzugriff. Etwa aktuelle Stellenangebote oder Ausschreibungen.

Wer Fehler findet, kann sich bei der Pressestelle des Landkreises melden

Das gilt auch für den Veranstaltungskalender. Ruft man diesen jedoch auf, erscheint gähnende Leere. „Die Seite ist noch nicht zu 100 Prozent befüllt, doch die Lücken sollen nach und nach geschlossen werden“, sagt Rehbehn.

Überhaupt gibt es noch Verbesserungsbedarf. Wer Fehler findet, darf sich gern bei der Pressestelle melden. „Als Außenstehender schaut man ja da mit anderen Augen drauf“, sagt Rehbehn. Die Seite sei wie ein neues Gebäude. Es gebe noch einige Kinderkrankheiten, die nach und nach ausgebessert werden sollen.

Stolz ist der Landkreis auf den neuen Bürgerservice

Kernstück des neuen Auftritts ist der Bürgerservice. Was erledige ich wo? Von nun an bekommen Bürger Begriffe von A bis Z aufgelistet oder können nach Begriffen suchen. Etwa 1000 Leistungen für Bürger sind laut Rehbehn schon online.

Auch die Farbgestaltung ist neu. Im Hauptmenü ist nun jeder der vier Punkte – „Aktuelles“, „Bürgerservice“, „Landkreis“ und „Landratsamt“ – farblich voneinander getrennt. Kommt es zu Extremfällen – beispielsweise Katastrophen oder Schulausfälle – dann läuft künftig eine rote Anzeige durch die Seite.

Bürger können sich wichtige Texte vorlesen lassen

Sie ist außerdem komplett barrierefrei. Wer möchte, kann sich zumindest einige Texte vorlesen lassen. Erste Texte werden zudem bereits in leichter Sprache angeboten. Weitere sollen folgen.

Besser ist derweil auch, dass wieder eine Statistik über Seitenaufrufe geführt wird. Sodass man im Landratsamt auch weiß, welche die dringendsten Bedürfnisse der Bürger sind und jederzeit Änderungen vornehmen kann. „Es ist ja ein lebendes Produkt“, sagt Rehbehn. Auch habe man kurz vor der Veröffentlichung das neueste Software-Update vorgenommen. Technisch sei die Seite jetzt auf „Top-Niveau“.

10.000 Euro für neue Seite

Auffallend ist indes, dass das Landratsamt nicht in den sozialen Medien aktiv ist. Allenfalls wer bei Facebook Pressesprecher Hans Rehbehn abonniert, erhält dort aktuelle Informationen. Dabei hegt dieser sogar den Wunsch, dass der Landkreis bei Facebook und Twitter einen eigenen Auftritt bekommt. „Doch bisher konnte sich die Amtsführung nicht dazu durchringen.“ Wie Landrätin Andrea Jochner-Weiß erklärt, liege das vor allem an fehlendem Personal. Es brauchte natürlich ein Konzept, sagt Rehbehn. Liege das Anliegen eines Bürgers 48 Stunden brach, weil sich niemand darum kümmern könne, bringe das auch niemandem etwas.

Und noch etwas fällt auf: Mitarbeiter des Landratsamtes sind seit einiger Zeit nicht mehr mit vollem Namen und Kontaktdaten zu sehen. Zum einen wurden Vornamen verbannt, zum anderen sind viele Ansprechpartner online verschwunden. „Das ist nach der neuen Datenschutzverordnung so vorgeschrieben“, begründet Rehbehn diesen Schritt. Man habe ausschließen wollen, dass auf der Seite nach Namen gesucht werde. War es also eine Schutzmaßnahme? „Ein Stück weit schon“, sagt Rehbehn. Wie andere Landkreise es machen, sei mal „dahingestellt“. Gekostet hat die neue Seite etwa 10 000 Euro. Zumindest, was Programmier- und Anpassungsaufwand betrifft. Doch angepasst wird wohl noch einiges. Eben wie bei einem neuen Gebäude.

VON CHRISTOPH ZEMPEL

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