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Die Anforderungen an moderene IT, an Netzwerke und Bandbreiten, steigen nach wie vor rasant. Parallel dazu müssen allerdings auch die Strukturen und die Beratung angepasst werden.

Landkreis plant gemeinsames IT-Konzept

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Der Landkreis bastelt derzeit intensiv an einem IT-Konzept für die Schulen. Nun sollen bei Bedarf auch die Kommunen mit ins Boot geholt werden. Denn die Suche nach Fachkräften in diesem Bereich ist schwierig.

Landkreis – Die Idee ist einfach, die Umsetzung dagegen hochkompliziert: Seit Monaten wird intensiv an einem IT-Konzept für die Schulen gearbeitet. Die Ausgangslage ist knifflig: Derzeit kümmern sich die meisten Schulen weitgehend selbst um die Ausstattung und Wartung ihrer Netzwerke und Rechnertechnik. Lehrer, die eigentlich ihre Kollegen in der Verwendung neuer Medien im Unterricht schulen sollen, ziehen Kabel und fummeln an WLAN-Routern herum (wir berichteten).

Das alles soll in Zukunft – zumindest bei den Schulen, bei denen der Landkreis Sachaufwandsträger ist – vereinheitlicht werden. Nun mussten allerdings Kreis- und Schulausschuss entscheiden, nach welchem Modell in der Übergangszeit, bis die neuen Strukturen stehen, gearbeitet werden soll.

Die Projektverantwortliche Kathrin Horn stellte den Kreisräten verschiedene Varianten vor, am Ende kristallisierte sich aber schnell eine Favoritenvariante heraus: Für die nächsten beiden Jahre kümmert sich die IT-Abteilung des Landratsamtes um die Infrastruktur der Netze, also um WLAN, interne Netzwerke, Router und Datenleitungen. Diese sollen nach Möglichkeit vereinheitlicht werden. Dafür wurde der Weg frei gemacht, um einen zusätzlichen IT-Mitarbeiter im Landratsamt, vorerst befristet auf zwei Jahre, einzustellen.

Für den Support, also die Beratung der Schulleiter, Lehrer und Mitarbeiter der Schulen, Schulungen und Problemlösungen, sollen drei externe Firmen beauftragt werden. Diese sollen auch bei technischen Problemen schnell vor Ort sein und helfen. In besagter Übergangszeit soll dann in Ruhe darüber nachgedacht werden, wie man die IT-Betreuung der Schulen in Zukunft organisieren möchte.

Es wäre denkbar, dass das Landratsamt das komplett übernehme. Dann könne man aber davon ausgehen, dass die IT-Abteilung um sechs bis acht Vollzeitstellen aufgestockt werden müsse, sagte Kreiskämmerer Norbert Merk. Der noch ein weiteres Konzept präsentierte: Die Gründung eines Kommunalunternehmens. Das könnte beispielsweise an die IT der Krankenhaus GmbH oder der Stadtwerke angegliedert werden und die Schul-IT sowohl von der technischen als auch der Support-Seite betreuen.

Und nicht nur die Schulen: „Es haben auch verschiedene Kämmerer aus den Gemeinden schon Interesse an der Mitgliedschaft in einem solchen Kommunalunternehmen bekundet“, so Merk. Die Vorteile würden auf der Hand liegen: IT-Experten sind auf dem Arbeitsmarkt kaum zu finden, gerade für kleinere Gemeinden lohnt es sich zudem oft nicht, einen eigenen IT-Fachmann zu beschäftigen. Das könnte das neu zu gründende Unternehmen übernehmen.

Der Zweckverband Kommunales Dienstleistungszentrum aus Bad Tölz, der für viele Gemeinden im Landkreis die Verkehrsüberwachung übernimmt und diese in Datenschutzfragen berät, hat bereits abgewunken. Auf Anfrage der Heimatzeitung hieß es gestern dort: „Wir haben mal darüber nachgedacht, IT-Service für die Gemeinden anzubieten, aber angesichts der unüberschaubaren Vielfalt an Programmen und Anforderungen das Thema schnell wieder zu den Akten gelegt.“

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