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Augenzeugen sind sich ganz sicher, dass sie im Landkreis Weilheim-Schongau bereits Wölfe - hier ein Symbolbild - gesehen haben.

Landwirte sind alarmiert

Gibt es Wölfe im Landkreis? Die Behörden hüllen sich in verdächtiges Schweigen

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„Wir brauchen den Wolf nicht“, sagt Landrätin Andrea Jochner-Weiß unter dem Applaus der Jäger. Doch sind die Wölfe nun schon da? Offenbar ja – nur spricht von offizieller Seite kaum jemand darüber.

Wies – Mit klaren Worten kritisierte Landrätin Jochner-Weiß bei der Hegeschau in Wies die naive „Wir-begrüßen-den-Wolf“-Haltung mancher Tierfreunde. Das Raubtier kehre zurück in eine völlig zivilisierte Kulturlandschaft, das könne man nicht mehr mit früher vergleichen. Warum sie das Thema überhaupt ansprach? Gab es hier Sichtungen? „Es gibt widersprüchliche Angaben, ob er im Landkreis war“, sagte Jochner-Weiß vorsichtig.

Helmut Stork, Leiter der Unteren Jagdbehörde am Landratsamt, wollte auf Anfrage nur sagen, „dass es keinen bestätigten Fall im Landkreis gibt“ und verwies auf Klaus Thien, Kreisjagdberater und Schongauer Stadtförster. Der gab sich gesprächiger. Die Quintessenz: Auch er glaubt, dass Wölfe schön öfter durch die heimischen Wiesen und Wälder geschlichen sind.

Wölfe im Landkreis Weilheim-Schongau? Es gibt bereits mehrere Augenzeugen

Thien verweist auf eine ganze Palette an möglichen Wolf-Sichtungen, vielen ist er selbst nachgegangen. Etwa auf den einer Frau nahe Hohenfurch, die einen Wolf gesehen haben will, doch bei der Suche im frischen Schnee fand er nur Fuchsspuren. Oder auf den des Beifahrers, der ein Tier nahe Steingaden gesehen haben will. „Der hat selber Hunde und war sich ganz sicher“, so Thien.

Wölfe im Landkreis Weilheim-Schongau? Wildkameras machen Fotos

Es gebe Fotos von Wildkameras, die aber auch nicht sicher einen Wolf zeigen – „tatsächlich sind immer wieder auch Hunde allein im Wald unterwegs“, so Thien. Er selbst ist sich auch sicher, bereits 2010 einen Wolf gesehen zu haben, er sei damals aber nicht ernst genommen worden – obwohl bereits 2006 ein Wolf bei Pöcking überfahren worden war. Das Problem ist stets: Ein definitiver Nachweis fehlt. „Es sind viele Gerüchte unterwegs, nichts Greifbares“, so Thien.

Wölfe im Landkreis Weilheim-Schongau? Jäger macht verstörenden Fund

Da ist Josef Hang anderer Meinung. Der Leiter der Hegegemeinschaft Wessobrunn hat vergangenen September ein frisch getötetes Reh gefunden, das fast völlig aufgefressen war. Er schickte Proben zur Untersuchung ans Landesamt für Umwelt ein, das Ergebnis laut Hang: „Es schaut nach einem Wolfsriss aus, aber es sei nicht endgültig festzustellen, was für ein Tier es war.“ Ähnlich erging es ihm bei einem Bild aus einer Wildtierkamera, das er zur Prüfung eingeschickt hatte. In Wessobrunn sei vergangenes Jahr auch ein Schaf getötet worden, ein Jungtier war verschwunden. „In dieser Nacht sind die Pferde im Stall durchgedreht“, sagt Hang – für ihn ein Indiz, dass ein Wolf unterwegs war.

Er kennt noch weitere ähnliche Vorfälle. „Das wird sein wie beim Wildschwein, das es bis vor einigen Jahren bei uns auch nicht gab: Irgendwann wird der Wolf hier sein“, sagt Hang.

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Richtig sauer beim Thema Wolf wird Pähls Bürgermeister Werner Grünbauer, der eine Landwirtschaft mit vielen Tieren betreibt und sich deshalb sorgt. „Ich wollte vom Landratsamt eine Ansage haben, ob Wölfe bei uns da sind oder nicht, aber die habe ich nicht bekommen.“ 

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Man höre an allen Ecken und Enden von verdächtigen Sichtungen und Vorfällen, „deshalb fordere ich, dass gesagt wird, was Sache ist. Denn der Wolf ist keineswegs so harmlos, wie man immer glauben machen will.“ Dieses Thema werde er auch bei der für morgen angesetzten Bürgermeister-Dienstbesprechung angehen, kündigte Grünbauer an.

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