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Morten Faust kandidiert für die FDP als Landrat.

Landratswahlen Weilheim-Schongau

FDP-Bewerber will Landrat werden, sagt aber von sich selbst: „Ich bin ein unbeschriebenes Blatt“

Die FDP hat einen Kandidaten für das Amt des Landrats: Morten Faust. Der kommunalpolitische Neuling kommt aus dem hohen Norden und will, dass „der Landkreis mal kräftig durchgepustet wird“.

Weilheim – Als „unbeschriebenes Blatt“ stellte sich Morten Faust in der Aufstellungsversammlung der Freien Demokratischen Partei (FDP) vor, zu der 21 stimmberechtigte Mitglieder ins Gasthaus „Oberbräu“ gekommen waren. Die Tatsache, dass er keine kommunalpolitische Vergangenheit hat sieht der 1967 in Flensburg geborene Kandidat ebenso als Vorteil wie die kurze Zeit, die er in Weilheim lebt. Er zog 2018 hierher.

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So könne er unvoreingenommen und unvorbelastet die Aufgabe des Landrats übernehmen. Er sei damit der „ideale Kandidat für all diejenigen, die eine andere Politik in Weilheim-Schongau haben wollen, die möchten, dass sich was ändert.“ Sein Studium der Raumplanung und seine Arbeit als Diplom-Ingenieur im Bereich von geographischen Informationssystemen und künstlicher Intelligenz sowie seine internationale Berufserfahrung seien eine gute Basis für zukunftsorientiertes Handeln.

Mit der zunehmenden Polarisierung und Radikalisierung der Gesellschaft in den vergangenen Jahre habe er sich wieder stärker für Politik interessiert.

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Diese Entwicklung habe ihn veranlasst, seine führere linksliberal-grüne Einstellung zu ändern. „Links“ sieht der 52-Jährige, der sehr stolz auf seine zwei erwachsenen Töchter ist, „heute als Makel“. Als seine politischen Ziele nannte er unter anderem den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs mit Alpenbus und MVV-Beitritt sowie die Schaffung von Fahrradwegen und den Schienenausbau.

Umwelt und Klima, Siedlungen und Straßen will er vom motorisierten Individualverkehr entlasten und damit die Mobilitätswende vorantreiben. Zudem will er junge Unternehmer von bürokratischen Lasten befreien, so dass sie sich auf „die Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen konzentrieren können“. Im Wahlkampf will er „eigentlich nur zuhören“, um zu „erfahren, wo der Schuh drückt, was die Leute bewegt und was sie sich von der Politik erwarten.“ ALFRED SCHUBERT

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