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Tracht, so weit das Auge reicht: Die jungen Landwirte aus dem ganzen Oberland stellten sich in der Stadthalle in Weilheim zu einem Foto auf, garniert von Politik- und Verbandsvertretern. 

Abschlussfeier in der Stadthalle

Landwirte mit sehr guten Leistungen

Weilheim - Die Landwirtschaftsämter Weilheim und Holzkirchen verabschiedeten gemeinsam 93 junge Landwirte. Leiter Dr. Stefan Gabler sprach von einem Rekordjahrgang:

Mit einem Zitat von Johann Wolfgang von Goethe begrüßte Dr. Stefan Gabler, Leiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Holzkirchen, die 93 Absolventen und ihre Angehörigen zur Freisprechungsfeier am Mittwochabend in der Weilheimer Stadthalle. „Man feiere nur, was glücklich vollendet ist“, lautete das Zitat.

Glücklich vollendet hatten 84 junge Männer und den 9 Damen ihre Lehrzeit. Laut Gabler ein Rekordjahrgang mit sehr guten Leistungen. Die praktische Ausbildung erfolgte in den Landkreisen Miesbach, Bad Tölz-Wolfratshausen, Starnberg, Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen.

Unter den Absolventen waren 66 so genannte Quereinsteiger, die über das staatliche „Bildungsprogramm Landwirt“ (BiLa) Zugang zu verschiedenen Bildungseinrichtungen erlangt haben. Mit einem feierlichen Akt wurde dies nun gefeiert. Zwischen den zahlreichen Begrüßungsreden waren auflockernde Klänge von der „Gamsjaga Musi“ aus Gmund am Tegernsee zu hören.

„Ihr seid in einer glücklichen Lage. Die meisten von euch haben einen sicheren Arbeitsplatz im Familienbetrieb“, sagte Gabler. Aber er wies auch auf die Wichtigkeit der Weiterbildung hin. Die Ausbildung sei nur ein Etappensieg auf dem weiteren Weg, so Gabler. Für ihn ist eine gute Qualifikation die Voraussetzung für die besondere Verantwortung, die Bauern zu trägen hätten. „Die Landwirtschaft steht im Fokus. Treten Sie für ihren Berufsstand ein!“, riet er den frisch gebackenen Landwirten. Auch der stellvertretende Landrat von Weilheim-Schongau, Karl-Heinz Grehl, fand in seiner Begrüßungsrede deutliche Worte. Der zukünftige Landwirt solle nicht nur einfach Milch und Fleisch produzieren. „Liefern Sie gute Qualität, die der Verbraucher auch bereit ist zu zahlen“, sagte er. Für Peter Fichtner vom Bayerischen Bauernverband (BBV) ist Landwirtschaft mehr eine Berufung als nur ein Beruf. Bayern habe eine gute Finanz- und Bildungspolitik, so Fichtner. „Hier gibt es keinen Abschluss ohne Anschlussmöglichkeiten“, sagte er. Der Landtagsabgeordnete Harald Kühn (Stimmkreis Weilheim) hielt seine Rede kurz und prägnant. „Ohne Bauernstand kein Bayernland“, stellte er klar. Ein vielseitiger und facettenreicher Beruf sei das, mit dem man sich auch kritisch auseinandersetzen solle, führte er aus. Er wünschte den jungen Landwirten „viel Glück in Haus, Hof und Stall“.

Einen kleinen Rückblick auf ihre dreijährige Ausbildungszeit hielten Georg Fürmann in Form eines selbst verfassten Gedichtes und Susanne Schwaighofer mit einer anekdotengeschmückten Kurzzusammenfassung der Lehrzeit. Die feierliche Zeugnis- und Urkundenübergabe übernahm Bildungsberater Julian Schäfer.

Eine Besonderheit gab es auch in diesem Rekordjahrgang. Götz Hieber (47) aus Murnau, der als fünfte Ausbildung über „BiLa“ Quereinsteiger war, machte zusammen mit seiner Tochter Romy (18) die dreijährige Lehrzeit. Ganz im Sinne von Goethe wurde dann an diesem Abend gefeiert.

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