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Erfolgreicher Abschluss an der Landwirtschaftsschule: 21 Fachkräfte für Haushaltsführung verabschiedet

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Abschluss an der Landwirtschaftsschule geschafft: Schulleiter Stefan Gabler (li.) und seine Stellvertreterin Veronika Ostermeier (re.) gratulierten den 21 Absolventinnen.
Abschluss an der Landwirtschaftsschule geschafft: Schulleiter Stefan Gabler (li.) und seine Stellvertreterin Veronika Ostermeier (re.) gratulierten den 21 Absolventinnen. © Ursula Gallmetzer

Eineinhalb Jahre haben 21 Studentinnen der Landwirtschaftsschule trotz schwieriger Umstände eifrig gelernt. Es hat sich gelohnt: Alle durften nun ihr Zeugnis entgegennehmen.

Landkreis – „Sie sind Persönlichkeiten und hoch engagiert“, blickte Schulleiter Stefan Gabler in seiner Ansprache zurück auf das zurückliegende Semester. Zwar habe man zu Beginn durch die Pandemie „miteinander ein bissl ringen müssen“, denn die Studentinnen hätten sich tatkräftig dafür eingesetzt, nicht nur im Distanzunterricht lernen zu müssen.

„Im Nachhinein ist es aber toll, wie Sie es gemacht haben“, lobte Gabler, dass gemeinsam Lösungen gefunden worden seien. „Es spricht für unsere Schule“, deutete er den Wunsch zum Präsenzunterricht positiv. Der konnte dann ab Mai 2021 zur Freude aller auch tatsächlich stattfinden. Der Schulleiter schmeichelte den Absolventinnen: „Sie waren ein ganz angenehmer Jahrgang.“

Abschluss an der Landwirtschaftsschule: Frauen starteten trotz Distanzunterricht motiviert

Kreisbäuerin Christine Sulzenbacher verdeutlichte die Relevanz der Ausbildung: „Hauswirtschaft ist wichtig. Das haben die Gesellschaft und die Politik zum Glück inzwischen erkannt“, verwies sie auf das abwechslungsreiche Tätigungsfeld, das auch für Frauen in der Familienphase eine Chance biete. Dem konnte sich Eberfings Bürgermeister Georg Leis nur anschließen: „Ich bin beeindruckt, welche Vielfältigkeit dahintersteckt.“

Veronika Ostermeier, die laut Gabler die „Managerin der ganzen Schule“ ist, konnte es kaum glauben, dass das Semester bereits vorbei ist: „Gefühlt haben wir gerade erst begonnen.“ Die stellvertretende Schulleiterin ging auf die Probleme, die Corona verursachte, ein. Es habe im Februar 2021 Überlegungen gegeben, den Start zu verschieben. „Ich bin froh, dass wir nicht gewartet haben“, sagte sie. Trotz 14 Wochen Distanzunterrichts seien die Frauen höchst motiviert eingestiegen. Erst danach habe es die Möglichkeit gegeben, sich in der Schule kennenzulernen.

Respekt für geschafften Abschluss: „Sie haben alle durchgehalten, auch wenn es nicht immer einfach war“

Ein Seminar in Grainau habe die Klassengemeinschaft gestärkt, was bis heute zu merken sei: „Der Zusammenhalt hat mich sehr beeindruckt“, gestand Ostermeier und zollte den Absolventinnen Respekt: „Sie haben alle durchgehalten, auch wenn es nicht immer einfach war.“

Die Semestersprecherinnen Michaela Albrecht und Barbara Lutz gaben einen kurzen Rückblick auf ihre Zeit an der Landwirtschaftsschule: „Ein lehrreicher und informativer Weg liegt hinter uns.“ Jede ihrer Mitschülerinnen könne stolz sein, die Prüfung trotz Beruf und Familie gemeistert zu haben. „Wenn 21 Frauen auf einem Haufen sind, kann es schon mal unruhig werden“, bekannte Lutz lachend.

Schüler sammeln bei Abschlussprojekt 2000 Euro Spendengelder

Doch würden die angenehmen Erlebnisse überwiegen, die ihr im Gedächtnis geblieben sind: ein Besuch des Marnbacher Wieshofs, ein Einblick in die Großküche des Peißenberger Altenheims, eine Führung in der Staudengärtnerei Spatz, eine Exkursion nach Landsberg, ein Ausflug auf das Gut Dietlhofen sowie zum Scheitzhof in Andechs. Auch lustige Momente wie das gemeinsame Online-Plätzchenbacken erwähnte Lutz.

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Am Ende sei das Abschlussprojekt mit der Erstellung eines Monatsheftes und der Organisation des Tages der offenen Türe der Schule angestanden. Dabei wurden 2000 Euro Spendengelder generiert, die dem Verein „Marienkäfer“, der sich um Kinder kümmert, die ihre Eltern verloren haben, übergeben.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß versprach den Absolventinnen viele Zukunftsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Sie ermutigte: „Sie stehen auf eigenen Beinen, aber stehen sie nicht nur, gehen Sie.“ Das altbackene Bild vom „Heimchen am Herd“ sei längst überholt, und die gut ausgebildeten Frauen würden Managerinnen ähneln, die die Fäden ziehen. Die Landrätin ist sich sicher: „Hauswirtschaft mag zwar nicht so trendig klingen, aber Sie können sich drauf verlassen, was Sie können, brauchen alle Leute.“ Von Ursula Gallmetzer

Die Absolventinnen der Landwirtschaftsschule:

Michaela Albrecht (Obersöchering), Iris Algheriany (Bernried), Michaela Berghaus-Schmidt (Weilheim), Johanna Dreher (Böbing), Antonia Fuchs (Etting), Sigrid Kammerlocher (Peißenberg), Anna Karg (Polling), Carolin Kuisl (Apfeldorf), Stefanie Lindauer (Peißenberg), Barbara Lutz (Weilheim), Regina Mair (Haunshofen), Nina Matys (Dettenschwang), Maria Mayr (Habach), Andrea Meyer (Dietramszell), Martina Ruf (Wielenbach), Beatrice Scheitz (Andechs), Katja Ruhdorfer (Buchendorf), Brigitte Schuster (Aidling), Katharina Schwaller (Uffing), Anna Sirch (Peiting), Maria Wunderl (Weßling).

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