+
Treffpunkt evangelischer Gemeindesaal: Am Abend sorgte die Gruppe „Stadtlandimpro“ für Unterhaltung beim Aktionstag des Vereins „einfach mehr“. 

„Welt-Down-syndrom-Tag“

Lebensfreude, auch mit Handicap

Der Verein „einfach mehr“ von Familien mit Kindern  mit Down-Syndrom veranstalteten einen Aktionstag.  Und der bekam großen Zuspruch.

Weilheim – „Down-Syndrom ist nicht ansteckend, Lebensfreude schon“; Das stand auf einem kleinen Plakat im evangelischen Gemeindesaal. Und diese Lebensfreude war am Samstagnachmittag beim Aktionstag unter dem Motto „So ein Theater!!!“ dort auch zu spüren. Im Vorfeld des „Welt-Down-Syndrom-Tags“ – er wird am morgigen Dienstag begangen – sorgte Bauer Sepp mit seinem Puppentheater, in dem es um den Osterhasen ging, für viel Gelächter. Die Stühle reichten fast nicht aus, so groß war der Andrang der Besucher.

Gut 40 Kinder, mit und ohne Down-Syndrom, saßen auf dem Boden vor der Bühne und halfen Bauer Sepp lautstark, den Hasen zu finden. An dem Theater großen Spaß hatte auch Serafina, die zehnjährige Tochter von Sigune Echter, der Vorsitzenden des Vereins „einfach mehr“. „Ich bin mehr als zufrieden mit dem Besuch, das übertrifft alle meine Erwartungen“, freute sich die Grundschullehrerin mit einem Blick in den vollen Saal. Mit einem vierköpfigen Team hatte sie den Aktions-tag in Weilheim acht Wochen lang vorbereitet. Am Abend sorgte das Münchener Theater „Stadtlandimpro“ für ein abwechslungsreiches Programm.

Die Spenden, die bei beiden Veranstaltungen eingingen, kommen der Vereinsarbeit zugute. Für Sigune Echter und ihre Mitstreiter ist dieses Netzwerk sehr wichtig. „Dort sind wir alle gut aufgehoben“, sagte sie.

Ziel des Vereins sei es, Inklusion in die Herzen und Köpfe der Menschen zu tragen, Ängste und Vorbehalte zu verringern und die Kinder bestmöglich zu fördern. Denn Inklusion gelinge nur, wenn alle zuließen, dass jeder Stärken und Schwächen hat, so Sigune Echter. Der Verein organisiert für seine derzeit 21 Mitgliedsfamilien aus dem gesamten Oberland Treffen, unter anderem in Form von gemeinsamen Familien-Wochenenden. 

Inge Beutler

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Handbremse vergessen: Aus einem Auto wird ein U-Boot
Kleiner Fehler, große Wirkung: Ein Wessobrunner vergaß, in seinem Auto die Handbremse zu ziehen. Die Folge: Der Wagen rollte in den Riegsee. 
Handbremse vergessen: Aus einem Auto wird ein U-Boot
Unfallverursacherin (23) hatte gar keinen Führerschein
Eine 23-jährige aus Wessling, die gar keinen Führerschein hat, hat am Samstag gegen 22.45 Uhr bei Polling einen Autounfall verursacht.
Unfallverursacherin (23) hatte gar keinen Führerschein
Rentnerin (61) mit Gewinnzusage betrogen
Einen Schaden von 1100 Euro erlitt eine 61-jährige Frau aus dem Altlandkreis Weilheim. Sie war auf einen Telefonbetrüger hereingefallen. Die Summe hätte aber auch höher …
Rentnerin (61) mit Gewinnzusage betrogen
Schrebergärten: Stadt beharrt auf Kündigungfristen
Die Stadt Penzberg sieht keinen Grund, die Kündigungsfristen für die Schrebergartenparzellen im Breitfilz und an der Wankstraße zu ändern.
Schrebergärten: Stadt beharrt auf Kündigungfristen

Kommentare