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Spektakulär waren die Lichtinstallationen an der Apostelkirche in Weilheim, die im Oktober im Rahmen des Reformationsjubiläums zu sehen waren.

Apostelkirche Weilheim

Leuchtendes Beispiel für die Landeskirche

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Rund 5000 Besucher an zwei Tagen, 50 bis 60 ehrenamtliche Helfer, viele Gespräche rund um die Kirche und beispielgebend für die Landeskirche: Das evangelische Dekanat Weilheim zieht eine positive Bilanz der Installation „500 – Kirche im Licht“.

Weilheim – Im vergangenen Oktober erstrahlte Weilheims Apostelkirche in einem ganz besonderen Glanz. Außen und innen wurde Lichtkunst geboten, zahllose Schaulustige ließen sich das Spektakel nicht entgehen. Mit der Veranstaltung des Künstlers Philipp Geist war das Jubiläumsjahr zu 500 Jahren Reformation abgeschlossen worden.

Hinter der Kunstaktion steckte neben dem Luther-Jubiläum ein Ziel: Die evangelische Kirche im Dekanat Weilheim mit ihren fast 6000 Gemeindemitgliedern wollte Werbung für sich machen und neue Wege der Kommunikation schaffen. „Man muss auf die Menschen zugehen, man muss hinausgehen“, lautet die Devise von Dekan Axel Piper. Dieses Ziel sei erreicht worden, hieß es unisono bei der gestrigen Bilanzpressekonferenz.

Das Kunstprojekt war derart erfolgreich, dass man in der Landeskirche darauf aufmerksam wurde. Piper zufolge wird der Ansatz der „Lichtkunst“ – die Öffnung zu Menschen, die mit traditioneller Kirche nichts mehr anfangen könnten – nun bayernweit umgesetzt. Die Landessynode hatte zum Jahresbeginn das Reformprojekt „Profil und Konzentration“ angestoßen.

Der Schwung des Reformationsjubiläums soll erhalten bleiben

Die Kirche will sich auf allen Ebenen neu aufstellen und „mit ihren Angeboten auf die Lebenswirklichkeit der Menschen eingehen“, wie es offiziell heißt. Das Weilheimer Projekt „500 – Kirche im Licht“ ist dabei laut Piper ein Baustein, der sehr gut in diesen Prozess passe. Zudem plant die Landeskirche eine Publikation zu den Reformations-Feierlichkeiten – darin wird die Apostelkirche als Beispiel aufgenommen. Auch für sein Dekanat will Axel Piper es nicht bei den schönen Erinnerungen an die positiven Begleiterscheinungen rund um das Jubiläumsprojekt belassen: „Das muss natürlich weitergehen.“ 

Wie, ist aber noch unklar. Konkrete Projekte sind derzeit nicht geplant. Man sei in einer personellen Übergangsphase, so Piper, der die im Herbst anstehenden Kirchenvorstandswahlen abwarten will. Generell aber sollen die gemachten Erfahrungen in der alltäglichen Dekanatsarbeit genutzt werden, um einen besseren Zugang zu den Menschen zu finden. 

Solch eine Mammut-Lichtkunst wie im Oktober wird es allerdings wohl angesichts der Dimensionen und der historischen Bedeutung nicht mehr geben. „Dies war eine einmalige Sache“, sagt Pfarrerin Ulrike Fries-Wagner. Sie denkt vielmehr an eine weitere Nutzung des Kirchhofs. „Dieser Raum soll noch öfter für Begegnungen aller Art genutzt werden.“

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