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Rücken die Apostelkirche ins rechte Licht: (v.l.) Ralf Scharnitzky, Dekan Axel Piper, Martin Herzog und Pfarrerin Ulrike Fries-Wagner.

Projektionen von Philipp Geist an und in der Apostelkirche geplant

Lichtkunst zum Lutherjahr

Mit zahlreichen Projektoren und der Unterstützung des Lichtkünstlers Philipp Geist will die evangelische Kirchengemeinde Weilheim die Apostelkirche anlässlich des 500-jährigen Reformationsgedenken in neuem Licht erstrahlen lassen.

Weilheim – „Wir wollen eine Brücke bauen von der göttlichen Lichterscheinung zu der realen, kreativen Kunst“, sagte Ralf Scharnitzky von der evangelischen Gemeinde bei einem Pressegespräch. Die Menschen aus Weilheim und Umgebung sind dazu eingeladen, sich mit einer Botschaft oder einem Wunsch zum Thema „Glaube“ zu beteiligen.

Über einen Zeitraum von einem Monat werden ab 6. Oktober, jeweils von 19 bis 21 Uhr, immer Dienstag, Donnerstag, Freitag und Sonntag Projektionen an den Innenwänden der Apostelkirche in Weilheim zu sehen sein. Diese Lichtbilder stammen von dem Künstler Philipp Geist, der vergangenen Herbst tausende Menschen beim ersten Lichtkunst-Festival in der Innenstadt, zum Staunen brachte.

An diesen Erfolg möchte die evangelische Gemeinde anlässlich des Reformationsjubiläums anknüpfen und hat für den Reformationstag und den Tag davor Großes geplant. Während bis Ende Oktober nur der Innenraum der Apostelkirche mit der Lichtkunst bespielt wird, sollen die Bilder von Philipp Geist am Montag und Dienstag, 30. und 31. Oktober, auch auf die Fassade des Gotteshauses projiziert werden. „Dafür wird ein Teil der Münchener Straße, der Krumpperstraße und der Schützenstraße gesperrt“, so Pfarrerin Ulrike Fries-Wagner.

Im Hof des Gemeindehauses gibt es Getränke und Essen sowie Sitzgelegenheiten für bis zu 650 Personen. Parallel zur Veranstaltung können sich die Besucher im Gemeindehaus beim Lichtkunstverein über die Lichtkunst allgemein und über das für 2018 geplante Lichtkunstfestival informieren. Unterstützt wird das Lichtkunst-Projekt der Kirchengemeinde auch vom Kino „Starlight“, welches während der Aktion Videos über Geist und seine Werke zeigt. Für die Veranstaltung plant die Kirchengemeinde mit einem Budget von 23 000 Euro. Förderer sind die Stadt und das Dekanat Weilheim, es gibt Zuschüsse der „Lutherdekade“ und von privaten Spendern. Mögliche Überschüsse kommen sozialen Fonds wie „Weilheimer Menschen in Not“ und „Startchancen“ zugute.

„Ein so großes Fest wie dieses haben wir noch nie umgesetzt. Das wird viel größer als jedes Gemeindefest bisher“, sagte Dekan Axel Piper. Ihm und den weiteren Organisatoren ist es wichtig, ins Gespräch mit den Menschen zu kommen. „Ganz egal, ob evangelisch oder nicht. Jeder ist dazu eingeladen“, so Piper. Gemeinsam wolle man 500 Jahre Reformation feiern. „Reformation ist etwas, das ständig fortschreitet und nicht irgendwann stehen bleibt“, sagte der Dekan. Deswegen wolle man auch so viele Menschen wie möglich mit einbinden. Dafür sammelt die evangelische Gemeinde bis zu 500 Sprüche, Botschaften und Wünsche rund um das Thema „Religion“. Diese sollen später auf Papier geschrieben und zu Schwänen gefaltet werden. „Der Schwan ist ja bekanntlich ein Zeichen für Luther“, sagte Fries-Wagner. Die Schwäne sollen später mit Schnüren in der Apostelkirche aufgehängt werden. Wenn die Lichtkunst im Innenraum zu sehen ist, sollen die Origami-Figuren Schatten werfen und die Kunst noch einzigartiger machen. „Außerdem will Philipp Geist Wörter aus den Botschaften für seine Lichtkunst verwenden, die später auch an die Wände projiziert wird“, so die Pfarrerin.

Wer sich mit einem Spruch beteiligen will, kann diesen per E-Mail an apostelkirche.weilheim@elkb.de schicken oder persönlich im Pfarramt (Am Öferl 8) vorbeibringen. Einsendeschluss ist der 22. September. In den Botschaften kann auf Fragen eingegangen werden, wie: „Was braucht die Welt?“, „Was bedeutet Jesus oder Luther für mich?“ und „Wie sieht meine Wunschkirche aus?“.

Jonas Regauer

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