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Neu aufgelegt wurden der „Familien“- und der „Babywegweiser“. Vorgestellt wurden die Broschüren von (v.l.) Andrea Jochner-Weiß, Johanna Martin (Familienbüro) und Johannes Lehnert. Von beiden Heften wurden je etwa 3000 Stück gedruckt. 

Für werdende Eltern und Familien mit Kindern

Lieber eine Broschüre als Surfen im Netz

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Macht es im Internet-Zeitalter noch Sinn, Broschüren für werdende Eltern und Familien mit Kindern in Papierform herauszubringen? Für Johannes Lehnert vom Familienbüro des Landkreises ist die Antwort ein klares „Ja“. Nun sind der „Familien“- und der „Baby-Wegweiser“ in aktualisierter Fassung als Hefte erschienen.

Landkreis – Lehnert hat die Erfahrung gemacht, dass die Zielgruppe auch in der heutigen Zeit noch gern eine Broschüre in die Hand nimmt. Wer im Internet recherchiere, stoße bisweilen auf nicht fundierte und verwirrende Informationen, sagte der Leiter des Familienbüros bei einem Pressetermin.

Mit den beiden neu aufgelegten Wegweisern will das Büro werdenden Eltern und Familien mit Kindern das „vielfältige Unterstützungsnetzwerk“, das es für sie im Landkreis gibt, in kompakter Form nahebringen. Welche finanziellen Hilfen kann ich als junge Mutter nutzen? Wo finde ich Rat bei Problemen in der Familie? Der „Familien-Wegweiser“ gibt Antworten auf solche Fragen. Und im „Baby-Wegweiser“ gibt es zum Beispiel für Schwangere Listen mit Gynäkologen und Hebammen.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß wies bei der Vorstellung der Broschüren darauf hin, dass der Landkreis zu den sieben geburtenreichsten in Bayern zählt (im Durchschnitt 1,66 Kinder je Frau im Alter von 15 bis 49 Jahren). Doch junge Frauen, die Mütter werden, könnten heute nicht mehr so wie früher auf Unterstützung aus ihrem persönlichen Umfeld bauen, so die Landrätin. Infos über Hilfsangebote seien daher wichtig.

Ein solches Hilfsangebot ist auch das 2010 eingerichtete Familienbüro selbst. Es berät Schwangere genauso wie Familien mit Kindern aller Altersstufen. Ratsuchende können sich mit Fragen zu Elterngeld-Anträgen an die Mitarbeiter wenden, aber etwa auch mit solchen zur Kinderbetreuung. Wenn es nötig ist, werden sie an andere Stellen weitervermittelt.

Lehnert sprach von einem „sehr hohen Bedarf“ an Beratung durch das Büro. „Der Landkreis ist stolz auf sein Familienbüro, das keine Selbstverständlichkeit ist“, stellte Jochner-Weiß fest. „Mit großartigen personellen Aufstockungen kann ich aber nicht dienen.“ Und ein Ausbau sei auch nicht unbedingt sinnvoll, denn dann könnte die heimelige Atmosphäre, die die Einrichtung aktuell biete, verloren gehen.

Erhältlich sind die beiden Broschüren im Familienbüro und bei den Gemeindeverwaltungen im Landkreis. Den „Baby-Wegweiser“ gibt es auch bei Schwangerenberatungsstellen und Kinderarztpraxen, bei Hebammen und Kinderkrippen, den „Familien-Wegweiser“ auch bei Kindertagsstätten, Grundschulen und Beratungsstellen. Und wer die Broschüren dann doch lieber online statt in Papierform lesen möchte, der hat unter www.weilheim-schongau.de die Möglichkeit dazu. Die Online-Ausgabe wird laufend aktualisiert.

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