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Symbolbild.

Singerstrasse/kanalstrasse  

Lieber Wohnungen als Reihenhäuser

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Die Stadt Weilheim billigt einem Investor   für das ehemalige Bauhofgelände noch eine Erweiterung zu. Allerdings will der wegen der großem Nachfrage nun lieber Wohnungen statt Reihenhäusern bauen.

Weilheim – 39 Reihen- und Doppelhäuser sowie 26 Wohnungen für den freien Markt, dazu zwölf Wohnungen und Häuser, die unter Mitwirkung der Stadt zu einem „sozial vergünstigten Preis“ an junge Familien verkauft werden (wir berichteten): Ein großes neues Wohnquartier entsteht in den nächsten Monaten auf dem ehemaligen Bauhofgelände zwischen Kanal- und Singerstraße.

Doch die genannten Zahlen ändern sich noch einmal: Das in Regensburg ansässige „Immobilien Zentrum Oberbayern“ darf auf dem Gelände sechs Wohneinheiten mehr schaffen; das hat der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Statt sechs ursprünglich vorgesehener Reihenhäuser plant der Investor jetzt zwölf Wohnungen. Hintergrund ist eine „starke Nachfrage nach Zwei- bis Drei-Zimmer-Wohnungen“, wie es hieß.

Um diese Wohnungen im Erdgeschoss mit einem barrierefreien Schlafzimmer ausstatten zu können, wurde zugleich eine Erweiterung beantragt. Es ergebe sich ein Vorbau im Parterre und Obergeschoss, der im darüberliegenden Dachgeschoss als Terrasse genutzt werden könne. Die im Bebauungsplan maximal festgesetzte Geschossfläche erhöht sich durch diese Vorbauten um insgesamt 84 Quadratmeter.

Diese zusätzliche Fläche könnte laut Ausführungen des Stadtbauamtes „durch Weglassen von Dachgeschossnutzungen bei den Geschosswohnungsbauten kompensiert werden“. Doch das hätte zur Folge, dass an deren Stelle Lärmschutzwände errichtet werden müssten, um die Auflagen einzuhalten. Weshalb das Stadtbauamt diese Lösung für „gestalterisch und städtebaulich nicht zu empfehlen“ hält. „Wenn man das macht, dann sollte man es vernünftig machen und zusätzlichen Wohnraum schaffen“, warb Bürgermeister Markus Loth (BfW) um Zustimmung zur Erweiterung – zumal diese „keine große Veränderung nach außen“ bedeute.

Grünen-Stadtrat Alfred Honisch („ich habe den Verdacht, dass es da einfach um besseres Geschäft geht“) und FW-Stadträtin Romana Asam („wir hatten da schon eine Flächenmehrung“) stimmten dagegen.

Doch die Ausschuss-Mehrheit segnete die Änderung und Erweiterung ab – unter der Voraussetzung, dass der Investor dann zwei weitere Wohnungen zum „sozial vergünstigten Preis“ abgibt. „Der Vorschlag ist fair, und das Ganze ergibt ein sauberes Bild“, befand CSU-Stadtrat Stefan Zirngibl. Auch mit dieser Änderung ergebe sich in dem Quartier noch „eine gute Mischung“ von Familien und Alleinstehenden, betonte Klaus Gast (CSU).

Der Bedarf an Wohnungen zum „sozial vergünstigten Preis“ scheint groß in Weilheim. Für die bislang zwölf Wohneinheiten, die zwischen Kanal- und Singerstraße in diesem Sinne ausgeschrieben wurden, gab es rund 120 Bewerbungen. Das sagte Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, in der Sitzung.

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