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Bundestagswahl: Weilheimer Grünen-Kandidatin mit aussichtsreichem Listenplatz

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Von: Boris Forstner

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Elisabeth Löwenbourg-Brzezinski freut sich über ihr Ergebnis
Elisabeth Löwenbourg-Brzezinski freut sich über ihr Ergebnis © Privat

Die Grünen haben am Samstag ihre Liste für die Bundestagswahl aufgestellt. Die Weilheimerin Löwenbourg-Brzezinski hat mit ihrer Platzierung gute Chancen.

Landkreis – Seitdem der Wahlkreis Weilheim besteht, stellt die CSU mit Franz Josef Strauß, Michaela Geiger und Alexander Dobrindt den Direktabgeordneten. Und mit Ausnahme von Klaus Breil (FDP) von 2009 bis 2013 war der CSU-Wahlsieger auch der einzige Vertreter des Wahlkreises, der derzeit auch den Landkreis Garmisch-Partenkirchen umfasst. Jetzt will Elisabeth Löwenbourg-Brzezinski (Grüne) dieses CSU-Alleinstellungsmerkmal brechen – dank der Listenaufstellung der Bayern-Grünen am Samstag hat sie tatsächlich gute Chancen, ebenfalls in den Bundestag einzuziehen.

Doch damit nicht genug: „Natürlich kämpfen wir auch um das Direktmandat. Es wird eine Wahl zwischen CSU und Grüne, dementsprechend werden wir unseren Wahlkampf ausrichten“, sagt die Weilheimerin.

Listenaufstellung der Bayern-Grünen: Löwenbourg-Brzezinski bewarb sich für Platz 19

Die Listenaufstellungen der Parteien sind die ersten Höhepunkte im Wahljahr. Denn anders als bei der Landtagswahl kann dort kein Kandidat per Zweitstimme nach vorne gewählt werden – einmal gewählt, stehen die Listen felsenfest. Als Neuling hatte sich die 37-jährige Löwenbourg-Brzezinski eine „aussichtsreiche Ausgangsposition“ erhofft.

Zuerst warf sie ihren Hut im Kampf um Platz 19 in den Ring, wo sie gegen starke Mitkonkurrentinnen bestehen musste: Beate Walter-Rosenheimer, seit 2012 Abgeordnete im Wahlkreis Fürstenfeldbruck, und Doris Wagner aus München, die ebenfalls schon mal im Bundestag saß. Löwenbourg-Brzezinski lag in der ersten Stichwahl sogar gegen beide vorn, unterlag danach im entscheidenden Wahlgang Walter-Rosenheimer nur knapp um vier Prozentpunkte – da wusste die Weilheimerin, dass sie mit ihrer Vorstellungsrede gut angekommen ist. „Mein Thema ist ja die Finanzpolitik. Es ist ein Signal an alle Wähler, dass wir auch mit Wirtschafts- und Finanzthemen Politik gestalten können.“ Im Kampf um Platz 21 hatte Löwenbourg-Brzezinski schließlich erneut Wagner als Konkurrentin und setzte sich klar durch. Damit landete sie sogar noch einen Platz vor der langjährigen Frontfrau Margarete Bause.

Grüne bräuchte 20 Prozent, damit es für Löwenbourg-Brzezinski reicht

Doch was ist dieser 21. Platz auf der Landesliste wert? Vor vier Jahren holten die bayerischen Grünen 9,8 Prozent der Zweitstimmen und brachten elf Abgeordnete nach Berlin. Demnach müssten jetzt rund 20 Prozent her, damit es für Löwenbourg-Brzezinski reicht. Doch damit beschäftigt sie sich nicht: „Ich habe noch keine Rechenspiele angestellt, sondern freue mich erst einmal über mein sehr, sehr gutes Ergebnis. Und dann will ich einen guten Wahlkampf für alle Grünen machen.“

Wer führt die Grünen in den Bundestagswahlkampf? Die Entscheidung ist gefallen. Annalena Baerbock ist Kanzlerkandidatin der Grünen.

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