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„Man spricht Italo-Bavarese“

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Von: Brigitte Gretschmann

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In Italiens Landesfarben erstrahlte die Bühne an einem lauen Abend im September 2013. © Archiv Gronau

Anna Anzile ist Vorsitzende des Vereins "Vita e Cultura Italiana".Weilheim – Mit einem kleinen Fest am Gögerl fing alles an, zehn Jahre später ist die Italienische Woche fester Bestandteil des Weilheimer Veranstaltungsprogrammes. Immer Anfang September, immer auf dem Kirchplatz, immer von einem besonderen Kulturprogramm umrahmt, so präsentiert sie sich. Veranstalter ist von jeher der rührige Verein „Vita e Cultura Italiana“. Die 10. Italienische Woche findet vom 1. bis 4. September statt, dazu ein Gespräch mit dessen Vorsitzender Anna Anzile.

Zehn Jahre „Italienische Woche“ – was verbinden Sie persönlich damit?

Anna Anzile: Viele Erinnerungen, viel Idealismus, großen Aufwand, aber auch Angst und Enttäuschungen. Viel aufgewendete Energie, viele Ideen und natürlich auch viel Freude, Genugtuung und Teamgeist.

Warum ist das Fest so beliebt?

Anzile: Diese Frage ist sehr schwierig zu beantworten. Ich kann nur meine Vermutung äußern. Ich glaube, das Fest ist beliebt, weil es nicht so groß ist und man bei dem Fest eine echte, lustige italienische Atmosphäre erleben kann. Und nicht zu vergessen: Es werden die kulinarischen Angebote und das Programm auch sehr geschätzt. Nicht zu unterschätzen ist aber auch die Liebe der Bayern zu Italien.

Auf was freuen Sie sich besonders?

Anzile: Ich freue mich jedes Jahr, vier Tage mit Freunden aus Italien, Bekannten und Helfern die Zeit auf dem Kirchplatz zu verbringen. Es ist immer lustig und wir lachen viel. Und ich freue mich auch sehr auf ein Wiedersehen mit treuen Gästen und Freunden der Italienischen Woche, da sich mittlerweile mit italienischen Gastronomen eine nette Beziehung entwickelt hat. Man spricht „Italo-Bavarese“.

Wem wollten sie immer schon mal Danke sagen?

Anzile: Auch diese Frage ist nicht ganz leicht zu beantworten: Ich möchte mich immer wieder bei allen bedanken, die uns seit Jahren unterstützen, sei es durch ihre Präsenz oder finanzielle Unterstützung. Nur so konnte ich diesen Traum realisieren; aber vielleicht verdient einen offiziellen Dank an dieser Stelle ein Freund, der uns vor ein paar Jahren einen unverzichtbaren Kontakt vermittelt hat, ohne diesen wir als Verein vieles überhaupt nicht stemmen könnten.

Wie konnte die deutsch-italienische Freundschaft in Weilheim so ausgebaut werden?

Anzile: Da ich sehr gerne meine Muttersprache Italienisch seit Jahren unterrichte, habe ich viele Weilheimer kennengelernt, die mir den Input gegeben haben, etwas zu initiieren, um die Freundschaft zwischen den beiden Ländern zum Ausdruck zu bringen. Ich habe festgestellt, dass eine starke Verbindung besteht. Das freut mich sehr, weil ich durch diese Aktivität auch persönlich etwas entdeckt habe: meine starke Verbundenheit zu meinen Wurzeln zum einen und zum anderen die starke Bindung zu Weilheim und meinen Weilheimer Feunden. Das einzige, worüber ich noch schimpfe, ist das Wetter.

Infos:

www.vita-cultura.de

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