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Marketing-initiative in Weilheim

Trommeln für die Einkaufsstadt

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Weilheim peppt seinen Online-Auftritt zugunsten des Gewerbes auf. Auch eine externe Shopping-Plattform ist geplant.

Weilheim – Weilheim als Einkaufsstadt, diesem Aspekt wird auf der städtischen Homepage im Internet künftig mehr Platz eingeräumt. Die Darstellung einzelner Geschäfte soll auf dieser Seite aber nicht erfolgen. Dazu soll in einem späteren Schritt eine eigene Plattform geschaffen werden. Das beschloss der Hauptausschuss des Stadtrates einstimmig auf Antrag von Jochen Knittel (BfW).

Unter dem Stichwort „Wirtschaft“ ploppen auf der Homepage der Stadt Weilheim derzeit mehrere Rubriken auf, eine von ihnen ist die „Einkaufsstadt Weilheim“. Zu sehen ist dazu ein Bild von der Fußgängerzone in der Schmiedstraße, zu lesen sind einige eher allgemein gehaltene Zeilen über die Vorzüge des Einkaufens in der Innenstadt, in der Oberen Stadt und im „Neidhart“-Einkaufspark. Beispielsweise steht dort, dass „rund 90 000 Menschen im Einzugsgebiet und ein vergleichsweise hoher Zentralitätswert (1,8) Weilheims Ausnahmestellung im Oberland“ unterstreichen“.

Für Jochen Knittel, Stadtrat der BfW, ist das zu mager für das, was Weilheim zu bieten hat. Online-Infos über Geschäfte seien inzwischen schon Basis-Infos, sagte er. Sein Vorschlag: Mit stimmungsvollen Bildern der Geschäftsstraßen sowie Fotos und Kurzbeschreibungen von Geschäften sollte die Stadt mehr für die „Einkaufsstadt Weilheim“ werben. Darüber hinaus könnte sich Knittel aber auch vorstellen, dass die Firmen-Hompages damit verlinkt werden und eine Karte die Lage der Läden zeigt.

Als „sehr begrüßenswert“, bezeichnete Stefan Frenzel vom „Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus“ die Initiative von Knittel. Auch das örtliche Gewerbe unterstütze und begrüße sie. Frenzel sprach sich dafür aus, in einem ersten Schritt die städtische Homepage mit Fotos aus den einzelnen Stadtquartieren und Texten aufzumöbeln. Die weitere Darstellung der Firmen sollte auf einer externen Shopping-Plattform wie beispielsweise „weilheim-entdecken.de“ erfolgen. So würden viele Städte verfahren, sagte Frenzel, Das städtische „Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus“ habe sich zudem mehrere Strategien zur Stärkung der Innenstadt überlegt. Denn dort gebe es Probleme mit nachlassender Besucherfrequenz und auch Leerständen.

Ein neues Marketingkonzept solle aber nicht nur der Innenstadt zugutekommen, sondern den Brückenschlag zwischen der Oberen Stadt und dem „Neidhart“-Einkaufspark machen. Schon in den nächsten Tagen gibt es laut Frenzel ein Gespräch mit der Regierung von Oberbayern wegen Zuschüssen.

Die Wirtschaftsreferentin des Stadtrates, Saika Merx (FDP), sprach von einem „hervorragenden Vorschlag“, erinnerte aber auch daran, dass ein solches Konzept bereits vor zwei Jahren mit dem „Aktionskreis Innenstadt“ diskutiert worden sei und es „damals viele Vorbehalte gab“. Dr. Eckart Stüber (Grüne) nannte die Initiative ein „sinnvolles Projekt“. Dieses sei aber schon in dem Antrag für die Städtebauforderung aufgenommen worden. Marion Lunz-Schmieder (CSU) nannte einen guten Internet-Auftritt für das Gewerbe „unerlässlich“, möchte aber auch gern wissen, „was das kostet“. Dass eine Shopping-Plattform nicht umsonst zu haben sei, darauf wies Ingo Remesch (SPD) hin. Er zog einen Vergleich zum Sozialatlas des Landkreises. Allein die Aktualisierung der Daten „ist ein Riesenberg von Arbeit“, stellte er fest.

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