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Mehr Sicherheit auf Weilheims Straßen: Der Arbeitskreis „Verkehr“ weiß, wie‘s klappt

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Von: Magnus Reitinger

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Sie wollen Verbesserungen auf Weilheims Straßen, nicht nur für Radfahrer: Ein Teil der Aktiven im Agenda-Arbeitskreis „Mobilität und Verkehr“ – v.l.: Hans-Peter Siebel, Uwe Scherf, Albert Schencking und Kurt Dörr.
Sie wollen Verbesserungen auf Weilheims Straßen, nicht nur für Radfahrer: Ein Teil der Aktiven im Agenda-Arbeitskreis „Mobilität und Verkehr“ – v.l.: Hans-Peter Siebel, Uwe Scherf, Albert Schencking und Kurt Dörr. © Emanuel Gronau

Sie kennen sich aus auf Weilheims Straßen, die Mitglieder des Agenda 21-Arbeitskreises „Verkehr“. Und sie meinen: Der Verkehr könnte sicherer sein. Zeit für ein bisschen Nachhilfe.

Weilheim – Heute geht’s los mit einer neuen Serie in unserer Zeitung: Sie heißt „Gut zu wissen“ – und will nicht weniger, als das Zusammenleben in Weilheim ein bisschen sicherer und angenehmer machen. Zum Beispiel im Straßenverkehr. Der Arbeitskreis (AK) „Mobilität und Verkehr“ der Weilheimer Agenda 21 hatte die Idee zur Serie und liefert die ersten Themen.

Denkbar sind aber auch Beiträge anderer Agenda-Kreise. Insgesamt zehn AKs gibt es derzeit, von „Junges Leben“ bis „Senioren“, von „Natur“ bis „Eine Welt“.

Der AK „Verkehr“ macht also den Anfang. Etwa alle drei Wochen will er ein Thema ins Blickfeld rücken, das im Stadtbild vorkommt (oder auch fehlt). Er wird zum Beispiel erklären, was in den Fahrradstraßen zu beachten ist, die in Weilheim immer häufiger werden. Oder welche besonderen Verkehrsregeln mitunter vor Schulen oder Kindergärten gelten. „Wir wollen nicht belehrend wirken“, sagt Kurt Dörr, der lange Jahre als AK-Sprecher fungierte, „wir wollen nur informieren, vorwiegend über Verkehrszeichen und Gefahrenstellen“.

Brennpunkt: Neidhart-Einkaufspark

Ein solcher Brennpunkt ist für die Aktiven zum Beispiel die Ausfahrt von den Parkplätzen des Neidhart-Einkaufsparks: „Viele Autos fahren hier raus, ohne das Stoppschild zu beachten“, moniert Dörr. Und Uwe Scherf, der kürzlich – gemeinsam mit Albert Schencking – das Sprecher-Amt des AK „Verkehr“ übernommen hat, fügt hinzu: „Da gab es ja auch schon schwere Verkehrsunfälle.“

Die Situation der Radfahrer in Weilheim ist ein großes Thema im Arbeitskreis, der 2020 bereits ein ausgeklügeltes Radwege-Konzept für die Kreisstadt vorgelegt hat (wir berichteten). Aber sie ist bei weitem nicht das einzige Thema. Es geht nicht minder um die Fußgänger und überhaupt um sicherere und bessere Verhältnisse für alle Beteiligten. So hat der AK kürzlich beantragt, auf einem Teil der Münchener Straße Tempo 30 einzuführen und die Obere Stadt sowie die Waisenhausstraße von Staats- zu Ortsstraßen umzuwidmen – im Sinne der Verkehrsberuhigung. Kommende Woche diskutiert der Verkehrsausschuss des Stadtrates darüber.

An Geh- und Radwege denken

An solchen Sitzungen nehmen auch stets Vertreter des AK „Verkehr“ teil (wenngleich ohne Stimmrecht). Und auch in laufende Bebauungsplan-Verfahren schaltet man sich mit Stellungnahmen ein. Da hat Hans-Peter Siebel, der sich im Arbeitskreis um diese Verfahren kümmert, allerdings einen ständigen Schmerz: Die Stadt müsste bei Bebauungsplänen „von Anfang an viel mehr dahinter sein“, Geh- und Radwege zu verwirklichen oder zu verbessern, moniert er. „Von Anfang an“, das heißt für Siebel, der einst das Straßenbauamt Weilheim leitete: „Das muss schon beim ersten Gespräch im Stadtbauamt Thema sein. Später ist es meistens zu spät.“

Zum AK „Mobilität und Verkehr“ kam Siebel vor Jahren übrigens via „Weilheimer Tagblatt“. Just, als er 2003 in Ruhestand ging, hat er in der Zeitung gelesen, dass der erst ein Jahr zuvor gegründete Arbeitskreis Mitstreiter sucht – und erst mal nachgefragt, ob seine Mitwirkung nach den leitenden Behörden-Positionen überhaupt gewünscht sei. Sie war es und ist es seitdem. Und Siebel freut sich daran, wenn der AK „kleine Verbesserungen“ in seiner Heimatstadt erreicht. Wichtig sei, „Dinge vorzuschlagen, die wirklich vernünftig sind, keine Wolkenkuckucksheime“.

Dinge konstruktiv angehen

Uwe Scherf ist deutlich später zum AK „Verkehr“ gestoßen – und war schnell begeistert von der Team-Arbeit dort, von „so viel Fachwissen und Engagement“. Was den Reiz dieses Engagements ausmacht, das fasst sein Co-Sprecher Albert Schencking, der seit seinem 20. Lebensjahr an verschiedensten Stellen ehrenamtlich tätig ist, so zusammen: „Es macht einfach Spaß, konstruktiv Dinge auf den Weg zu bringen und anderen zu helfen.“

Besser kann man wohl auch nicht beschreiben, worum es der neuen Agenda-Serie geht, die heute in unserer Zeitung startet – und von der hoffentlich viele Leser nach jeder einzelnen Folge sagen: „Gut zu wissen!“

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