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An Berge von Pfannkuchen erinnert fühlte sich Michael Öfele in der Karstlandschaft im spanischen Naturpark „El Torcal“.

Michael Öfeles Weltreise mit dem Fahrrad

Schokolade, Flamingos und „böse Buben“

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Nach Spanien fliegen und das Land dann per Auto oder Bus erkunden – das haben viele schon gemacht. Michael Öfele, bis zum vergangenen Jahr Lehrer am Gymnasium Weilheim, hat Spanien bei seiner sechsjährigen Welttour aber mit dem Fahrrad durchkreuzt.

Weilheim – Öfele war außerhalb der Tourismus-Saison und unter nicht immer guten Bedingungen unterwegs, wie aus seinem jüngsten Reisebericht hervorgeht. Inzwischen ist der 41-jährige, tourerfahrene Globetrotter, der sich salopp „Mike on bike“ nennt, bereits in Afrika unterwegs.

Von der spanischen Mittelmeerküste westlich von Barcelona mit ihren langen Sandstränden zeigt sich Öfele wenig beeindruckt. Die „Geisterstädte“, wie er schreibt, erlebte er nämlich mit geschlossenen Bars und Restaurants und mit Straßenbrunnen ohne Wasser. Dafür zogen ihn Barcelona, wo er für eine Woche blieb, und später Granada offenbar genauso in ihren Bann wie so manche Landschaften.

Öfele radelte von Barcelona aus der Küste entlang, er erkundete das Ebrodelta, wo Tausende Flamingos überwintern, und besuchte auch Valencia mit seinen Jugendstilgebäuden. Als Zeltender überstand er ein Sturmtief über Spanien relativ unbeschadet, wie er berichtet. Einmal fühlte er sich – bei Cartagena – von zwei umherstreifenden „bösen Buben“ bedroht, die er aber vertreiben konnte. Trotzdem suchte er sich danach einen neuen Zeltplatz. Sicher ist sicher.

Nach einer fast einwöchigen Winterpause bei einem deutsch-spanischen Radlerpaar in der Küstenstadt Almería nahm Öfele mit seinem schwer bepackten Mountainbike die Bergregion Alpujarras mit der schneebedeckten Sierra Nevada in Angriff. Zu kalt zum Radeln sei es trotz alpiner Höhen nie gewesen, schreibt er. „Nur nachts war die Zeltplane oft steif gefroren, so dass abends ein Lagerfeuer zum Pflichtprogramm gehörte.“ In kleinen Dörfern ließ sich der Globetrotter Jamón (luftgetrockneten Schinken) und „kunstvoll gestaltete Schokolade“ schmecken.

Sein Weg führte ihn auch nach Granada, wo ihn die Festung Alhambra begeisterte, und zu den Thermalquellen bei Santa Fe, wo er „sich völlig durchnässt und ausgekühlt in den angenehm temperierten Naturbecken aalte“. Über den Naturpark „El Torcal“ und die Stadt Ronda mit ihrer berühmten Rundbögenbrücke ging es zum Naturpark „Sierra da la Grazalema“. Dort gibt es knorrige, mit Moosen und Farnen überwucherte Korkeichen genauso wie zerklüftete Kalksteinfelsen und bis zu 300 Meter tiefe Canyons. Schließlich erreichte Öfele Gibraltar.

Von dort aus setzte er mit dem Schiff nach Afrika über – auf den vierten Kontinent, den er per Bike bereist. Ende April befand er sich am Fuß des Hohen Atlas, des höchsten Gebirgszugs in Marokko. 160 Kilometer Bergstrecke lagen vor ihm.

Weitere Infos

über Michael Öfele im Internet unter www.mike-on-bike.de.

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