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30 Aussteller aus dem Gesundheitabereich präsentierten sich in der Stadthalle bei der Premiere des „Weilheimer Tag für Gesundheit“.

„Weilheimer Tag für Gesundheit“

Minister Dobrindt  bei den „Heilern“

Eine Menge los war beim „Weilheimer Tag für Gesundheit“. Den ließ sich auch Verkehrsminister Alexander Dobrindt nicht entgehen. Und 125 Menschen ließen sich typisieren. 

Weilheim – „Und wie viele Patienten habt ihr heute schon geheilt?“, fragte Bundesminister Alexander Dobrindt die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Jugendrotkreuzes am Samstagmorgen bei seinem Besuch auf dem „Weilheimer Tag der Gesundheit“. In der „Teddyklinik“, in der Kinder ganz professionell ihre Kuscheltiere behandeln lassen konnten, gab es schon eine Stunde nach Eröffnung der Gesundheitsmesse eine Menge zu tun. Schirmherr Dobrindt zeigte sich von der Ausstellung begeistert. „Was hier auf die Beine gestellt wurde, ist beachtlich“, lobte er.

Ins Leben gerufen hat die Infomesse, die zum ersten Mal stattfand, der CSU-Ortsverband Weilheim. In Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Weilheim wurde das medizinische Angebot der Region vorgestellt. Die ganztägige Veranstaltung mit 30 Ausstellern aus dem Gesundheitsbereich und einem Vortragsprogramm war nicht nur informativ. Die ständig hereinströmenden Besucher, ob jung oder alt, hatten auch eine Menge Spaß bei zahlreichen Mitmachaktionen.

Die Gäste konnten auch verschiedene Live-Übertragungen aus dem OP des Weilheimer Krankenhauses mitverfolgen. Keine leichte Sache für so manchen: „Das pack’ ich nicht, das weiter anzusehen“, sagte Reimund Wroblewski und floh aus dem Vortragsraum. Auf einer großen Leinwand konnte man eine Leistenbruch-Operation mitverfolgen. Wie gebannt schauten und hörten die zahlreichen Besucher zu, denen der Operateur seine Arbeit erklärte, für die er große Fingerfertigkeit braucht.

Wie es um ihre eigene Feinmotorik bestellt ist, konnten Interessierte bei Assistenzarzt Carsten Hauck an einem speziellen Ausbildungsgerät testen. „Man braucht sehr viel Gefühl“, sagte Michaela Fuchs, ehrenamtliche Mitarbeiterin beim Jugendrotkreuz, die mühsam mit Hilfe von Greifarmen Streichhölzer in eine Schachtel legte.

Landrätin Andrea Jochner-Weiß lobte die aus ihrer Sicht sehr gute und spezialisierte Medizin in der Region. „Wir haben Spitzenärzte“, sagte sie. Bei der Messe wurde auch die flächendeckende und vielseitige Versorgung im Landkreis deutlich, die vom orthopädischen Fachzentrum über den ambulanten Pflegedienst bis hin zum Hospizverein im Pfaffenwinkel reicht.

Georg Guggemos aus Forst saß eine Stunde nach Eröffnung der Messe am Stand der Stiftung „Aktion Knochenmarkspende Bayern“ (AKB). Der 30-Jährige ließ sich typisieren. „Es tut überhaupt nicht weh“, erklärte Guggemos nach der Blutentnahme. Er war so begeistert von dem Spendenaufruf, dass er Sportkameraden aus seinem Wessobrunner Verein für die Typisierung mobilisierte. Ein kleiner Ansporn dafür war die Sonderaktion der „VR-Bank Werdenfels“: Sie hatte versprochen, jedem eingetragenen Verein 250 Euro zu spenden, von dem sich mindestens 25 Mitglieder an diesem Tag als Stammzellspender registrieren lassen. „Aber es ist nicht das Geld, die Hilfe zählt“, sagte Guggemos. Schon vier Stunden vor Ende der Veranstaltung hatten sich 28 Mitglieder des Wessobrunner Sportvereins typisieren lassen. Eine schöne Sache für die AKB, die eine der größten Spenderdateien weltweit hat und täglich zwei bis drei Spender vermittelt.

Nach dem ersten „Weilheimer Tag der Gesundheit“ lässt sich folgende Bilanz ziehen: viele hilfreiche Informationen, viel Spaß, 125 Typisierungen – und 40 „geheilte“ Kuscheltiere.

Regina Wahl-Geiger

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