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Rund 5500 Briefwahlunterlagen wurden allein in der Weilheimer Stadthalle ausgezählt.

Bundestagswahl 2017

Minus zehn Prozent für die CSU im Landkreis

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Die Afd wurde im Landkreis  Weilheim-Schongau in der Hälfte der Gemeinden zweitstärkste Partei. Die FDP holte bei der Bundestagswahl kräftig auf. 

Landkreis – Die Frage war nicht: Holt Alexander Dobrindt (CSU) zum fünften Mal das Direktmandat für den Wahlkreis Weilheim, sondern sie lautete: Wie holt er es? Wie groß ist sein Rückhalt und der der CSU in der Bevölkerung? Als alle 193 Wahlbezirke in den Landkreisen Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen ausgezählt waren, stand fest: Die CSU kommt auf 42,9 Prozent der Stimmen, Dobrindt für sich als Direktkandidat auf 47,9, also auf zehn Prozent weniger als noch vor vier Jahren. Wie aus dem Nichts wurde die AfD im gesamten Wahlkreis mit 12,1 Prozent zweitstärkste Partei, im Landkreis Weilheim-Schongau kam die SPD mit 13 Prozent auf Platz zwei.

Die AfD ist zwar kein neues Phänomen – sie trat auch vor vier Jahren schon an – doch erstmals wurde sie im Landkreis in 17 der 34 Gemeinden zweitstärkste Partei hinter der CSU. Darunter auch in der einstigen SPD-Hochburg – und Dobrindts Heimatgemeinde – Peißenberg. Ob ihre Kandidatin Edeltraud Schwarz in den Bundestag kommt, war gestern Abend offen. Nur knapp konnte sich die SPD in Weilheim-Schongau insgesamt auf Platz zwei halten, weil sie vor allem in den neun größeren Kommunen punkten konnte. Darunter in Schongau, Peiting und Weilheim. In Weilheim fuhr die CSU mit 36 Prozent ihr schlechtestes Landkreis-Ergebnis ein, Dobrindt holte dort für sich 39,3 Prozent.

Die Grünen rückten in sechs Gemeinden auf den zweiten Platz vor. Eine Besonderheit gibt es in Pähl und in Seeshaupt, dort kam die FDP auf Platz zwei.

Als um 18 Uhr über Radios, Fernseher und Internetportale die ersten Hochrechnungen veröffentlicht wurden, war darin auch ein klitzekleines Stückchen des Stimmungsbildes in Weilheim enthalten. Denn im Wahllokal in Marnbach befragte das Meinungsforschungsinstitut „infratest dimap“ Bürger nach der Wahl über ihre Abstimmungsverhalten – „unter Wahrung des Wahlgeheimnisses“, wie Weilheims Wahlleiter Andreas Wunder sagte. Wie groß die Bereitschaft zum Antworten war, ist nicht überliefert. Und auch nicht so ganz klar wurde gestern im Lauf des Tages, wo die „Wahlbeobachter“ der AfD unterwegs waren.

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