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Am frühen Nachmittag waren die Aufräumarbeiten  nach dem Brand in vollem Gange.
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In der Morgendämmerung: Einsatzfahrzeuge säumten die Straßen rund um das  Reihenhaus, in dem das feuer  ausgebrochen war. Die Feuerwehr löschte mit Druckluftschaum.
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Um 4.09 Uhr schlug der Blitz mit einer Stärke von 34 Kiloampére ein, wie die Blitzortung zeigt.

Mitten in Wohngebiet in Weilheim

Blitzschlag löst Brand in Reihenhaus aus

Mitten in einem Weilheimer Wohngebiet verursachte ein Blitzschlag am Mittwoch um 4.09 Uhr ein Feuer in einem Reihenhaus. Die Feuerwehr sorgte dafür, dass sich der Brand nicht ausbreitete. Verletzte gab es keine.

Weilheim – Ein lauter Knall ließ am Mittwochmorgen gegen 4.09 Uhr Rolf und Hanna Hasselmann aus dem Schlaf schrecken. Ein heftiges Gewitter tobte über der Stadt. „Das ist aber laut heute“, habe seine Frau zu ihm gesagt, und dass sie ein Piepsen höre, erzählt Rolf Hasselmann am Morgen danach. Das sei der Rauchmelder gewesen. Sie sei aufgestanden, habe aus dem Fenster ihres Reihenmittelhauses an der Tannenstraße im Osten von Weilheim geschaut, aber nichts gesehen, sagt Hanna Hasselmann.

Eine Nachbarin eine Häuserreihe weiter wurde ebenfalls durch den Schlag geweckt. Sie stand auf, schaute aus dem Fenster und bemerkte, dass es aus dem Dach gegenüber qualmte. Sofort alarmierte sie die Feuerwehr.

Auch Stefan Herbst, stellvertretende Kommandant der Weilheimer Feuerwehr und Einsatzleiter in der Brandnacht, der ebenfalls in diesem Viertel wohnt, wurde vom Donner geweckt. Als er weiterschlafen wollte, sei sein Piepser gegangen, erzählt er am nächsten Morgen.

Er war dann auch der Erste, der am Einsatzort in der Tannenstraße eintraf. „Ich habe sofort den Feuerschein durch die Dachlatten gesehen“, sagt er. Er habe an die Tür geklopft, um die Bewohner zu benachrichtigen. Die Klingel funktionierte zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr. Wenig später trafen auch die Kameraden von der Weilheimer Feuerwehr ein, die Unterhausener Wehr und die Peißenberger Kräfte folgten mit einer Drehleiter.

„Die Feuerwehrmänner haben bei uns und unseren direkten Nachbarn geklopft und gesagt, dass wir alle aus den Häusern raus müssen“, berichtet Hanna Hasselmann. Von draußen haben sie beobachtet, wie die Feuerwehrmänner das Dach öffneten, um den Brand mit Druckluftschaum zu löschen. In den beiden benachbarten Reihenhäusern stand jeweils ein Trupp, der schnell eingeschritten wäre, wenn sich das Feuer auf die anderen Dächer ausgebreitet hätte. Weil die Feuerwehr nur fünf Minuten nach der Alarmierung zu löschen begann, ließ sich der Brand aufs Dachgeschoss beschränken. 65 Feuerwehrleute waren mit zehn Fahrzeugen vor Ort, ebenso Polizei und Rotes Kreuz. Gegen 6.35 Uhr war der Einsatz beendet. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 10 000 Euro.

Familie Hasselmann muss gestern auch Einsatz zeigen. Ein paar Stunden nach dem Brand liegt ein Haufen mit verkokeltem Dämmmaterial am Gehweg vor dem Haus, auf dem Dach schaffen Zimmerer Ziegel in eine Wanne, die ein Kran auf einen Lastwagen hievt. „Das muss alles weg“, sagt Hanna Hasselmann. Sie steht im Dachgeschoss, schwarze Balken über sich, darüber der blaue Himmel. Scherben, zerbrochene Ziegel und Aschefetzen liegen auf dem Boden. Im ganzen Haus riecht es beißend nach Qualm. Dennoch ist der Zustand so, dass Hasselmanns bleiben können. Bei all dem, was nun auf sie zukommt, sind sie froh, dass nicht mehr passiert ist und dankbar, dass die Nachbarin und die Feuerwehr so schnell reagiert haben. „Die haben das ganz toll gemacht“, sagt Hanna Hasselmann.

Kathrin Hauser

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