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Mobilfunkmast in Unterhausen: Entscheidung vertagt

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Die Standortsuche für einen Mobilfunkmasten in Unterhausen geht in eine weitere Runde. Gegen einen Standort westlich der Kohlwinklstraße protestieren Anwohner. Aber auch am Dietlhofer See gibt es Tücken. Jetzt kommt noch eine Variante an der Ammer ins Spiel.

Weilheim/Unterhausen– Dreimal schon hat sich der Bauausschuss des Weilheimer Stadtrates mit der Anfrage der „Deutsche Telekom Technik GmbH“ zur Errichtung einer Mobilfunkbasisstation – sprich: eines rund 40 Meter hohen Funkmasten – in Unterhausen befasst. Bei der jüngsten Bürgerversammlung in Unterhausen wurde die Situation auch den Einwohnern erläutert (wir berichteten). Und die Stadt habe gut daran getan, „das Ganze vor einem Beschluss zur Diskussion zu stellen“, befand Klaus Gast (CSU) nun in der April-Sitzung des Bauausschusses.

Allein: Mit einer Entscheidung tut sich das Gremium schwer. Fest steht vorerst nur, dass die Stadt auf jeden Fall ein Grundstück dafür zur Verfügung stellen will. Denn andernfalls „würde die Telekom selbst im Dorfbereich suchen“, wie Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Weilheimer Rathaus, erklärte. Der Mobilfunkbetreiber würde sich dabei wohl nicht so viele Gedanken wie die Stadt machen, so die Überzeugung im Gremium. Und vor dem Hintergrund des „Mobilfunkpakts Bayern“ wäre dann auch ein wenig genehmer Standort letztlich kaum abzulehnen – jedenfalls in einem Mischgebiet nicht.

Also müht sich die Stadt weiter, ein eigenes geeignetes Grundstück anzubieten. Nur welches? Zuletzt waren drei mögliche Standorte in der Diskussion. Einer liegt im Bereich der einstigen Gemeindekiesgrube zwischen Bahnlinie und Ammer, nördlich des Gewerbegebiets Leprosenweg – und rund 160 bis 180 Meter von den nächsten Wohnhäusern an der Kohlwinklstraße entfernt. Im Nachklang der Unterhausener Bürgerversammlung wurde im Rathaus vergangenen Montag eine Liste mit 91 Anwohner-Unterschriften gegen diesen Standort abgegeben. Ein Votum, das man „nicht wegschieben“ dürfe, wie es jetzt im Bauausschuss hieß.

Bleiben noch zwei mögliche Standorte am Dietlhofer See: entweder im Bereich des „Wiesenparkplatzes“ auf der Westseite des Sees – oder am Rande des Badegeländes bei der Teerstockbahn. Bei Ersterem stünde der 40-Meter-Mast „schon recht monumental auf einem kleinen Buckel“, gab Stork zu bedenken. Dagegen wäre der Mast bei der Teerstockbahn dank hoher Bäume nicht ganz so einsehbar. Für beide See-Standorte gilt hingegen, dass auch dort einzelne Wohnhäuser in der Nähe sind. Und für SPD-Stadtrat Michael Lorbacher passt ein Funkmast grundsätzlich nicht zu dem dortigen Freizeitgelände.

In der jüngsten Bauausschuss-Sitzung kam noch ein eventueller weiterer Standort zur Sprache: etwa auf Höhe der einstigen Gemeindekiesgrube beim Gewerbegebiet Leprosenweg, aber näher am Ammerdamm und somit weiter von den Unterhausener Häusern entfernt. Ob dieser Standort möglich wäre, soll jetzt geprüft werden, so der einstimmige Beschluss im Bauausschuss. Zugleich solle mit den Anwohnern gesprochen werden, die vom Standort bei der Teerfläche am Dietlhofer See am direktesten betroffen wären. Und auch mit der „Telekom“ will die Stadt noch einmal über mögliche weitere Alternativen reden. Grünen-Vertreter Alfred Honisch forderte, das Unternehmen generell mehr in die Pflicht zu nehmen.

Eine Entscheidung wurde damit noch einmal um einen Monat vertagt. Dann aber gibt es wohl kein Aufschieben mehr. „Wegducken können wir uns nicht leisten“, meinte CSU-Stadtrat Gast.

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