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Beim Bau des Berufsschulzentrums in Weilheim wurde viel Fläche verbraucht.
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Beim Bau des Berufsschulzentrums in Weilheim wurde viel Fläche verbraucht.

Bau des Berufsschulzentrums in Weilheim

Erweiterung in Richtung Dietlhofer See? Kreisräte haben viele Fragen zur Berufsschule

  • Sebastian Tauchnitz
    vonSebastian Tauchnitz
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Rund 70 Millionen Euro werden in den Bau des neuen Berufsschulzentrums gesteckt. Die Kreisräte haben sich vor Ort ein Bild von den Arbeiten gemacht. Und hatten einige Fragen zu dem Thema.

Landkreis – Der Bau des neuen Berufsschulzentrums in Weilheim ist ohne Frage eine der größten Investitionen, die der Landkreis Weilheim-Schongau je getätigt hat. Keine Frage, dass sich die neuen Kreisräte ein Bild davon machen wollten, wofür die rund 70 Millionen Euro ausgegeben werden. Im Anschluss daran gab es im Kreisausschuss durchaus einigen Gesprächsbedarf.

So hatte Peter Erhard (CSU/Böbing) mit Freude festgestellt, dass die neue Berufsschule mit Hackschnitzeln beheizt wird. Was ihn zur Forderung brachte, dass besagte Hackschnitzel bei regionalen Anbietern beschafft werden. Was den stellvertretenden Landrat Wolfgang Taffertshofer (BfL/Obersöchering) zum Vorschlag animierte, man könne doch mal bei seinem Nachbarn fragen. Der vertreibe Hackschnitzel. Dass auch dieser Auftrag ausgeschrieben werden muss, wurde aber den Anwesenden schnell klar.

Einige Fragen kamen bei der Besichtigung auf

Gleich mehrere Fragen hatte Markus Kunzendorf (ÖDP/Oberhausen) nach dem Besuch. Keine Antwort bekam er auf die Frage, wie viel Beton bislang auf der Baustelle verbaut wurde – die Information ließ sich bis zum Beginn der Kreisausschusssitzung nicht beschaffen.

Für weit größere Debatten sorgte indes seine Frage, wie sich die Energiekosten beim Vergleich von Alt- und Neubau entwickeln würden. Kreiskämmerer Norbert Merk warf daraufhin die Zahl von „insgesamt 15 Millionen Euro“ in den Raum, die durch den Neubau eingespart werden könnten, nannte aber keinen Zeitraum, in dem diese Summe anfallen würde. Karl-Heinz Grehl (Grüne/Weilheim) erklärte Kunzendorf, dass man „Neu- und Altbauten gar nicht vergleichen darf. Neubauten haben zahlreiche technische Einbauten, die heute montiert und betrieben werden müssen, bei Altbauten aber nicht vorgeschrieben waren.“ Auch Grehl begrüßte den Einbau einer Hackschnitzelheizung – „wir haben derzeit unglaublich viel Altholz in der Region“ – und den Schwenk hin zur Nutzung regenerativer Energien beim Neubau.

Weiteres Stockwerk bei Bedarf?

Für wesentlich mehr Unmut sorgte die nächste Frage, die Kunzendorf im Gremium stellte: Wie es denn mit den Erweiterungsmöglichkeiten für das Berufsschulzentrum aussehe, wollte er wissen. „Können wir, falls die Schülerzahlen weiter stark steigen, notfalls noch ein Stockwerk draufsetzen?“

Das sei nicht möglich, erklärte ihm Kreiskämmerer Merk. „Damit die Baukosten nicht ins Uferlose wachsen“, habe der letzte Kreistag beschlossen, „in die Fläche und nicht in die Höhe zu gehen“. Sollte Erweiterungsbedarf bestehen, habe man noch „Möglichkeiten, das Areal in Richtung Dietlhofer See zu erweitern“, versicherte Florian Steinbach, Sachbereichsleiter Bau- und Liegenschaftsverwaltung beim Landratsamt.

Das kam bei weiten Teilen der neuen Kreisräte allerdings eher mäßig gut an. Es wurde auf den Flächenverbrauch hingewiesen, der ohnehin schon immens sei. „Wir hatten ja zuvor eine Konversionsfläche favorisiert“, erklärte Kreiskämmerer Merk. Doch dann habe sich dort Huawei angesiedelt und man musste an den heutigen Standort wechseln.

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