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Momentan keine Kündigungen

Sparkasse baut 50 Stellen ab

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Die „Sparkasse Oberland“ baut 50 Vollzeitstellen ab. Das bestätigte der Vorstandsvorsitzende Josef Koch auf Anfrage. Er trat zugleich vehement Gerüchten entgegen, wonach der Stellenabbau auch über Entlassungen erfolgen solle.

Weilheim „Es gab keine Kündigungen, es gibt momentan keine Kündigungen und es wird keine Kündigungen geben“, sagte er, das sei Fakt. Das sei auch so in allen Verträgen zur Fusion festgehalten. Erreicht werden soll der Mitarbeiter-Abbau durch natürliche Fluktuation wie Ruhestand und Altersteilzeitregelungen.

Die „Sparkasse Oberland“ hatte zum Jahresende 2016 laut einer Aufstellung des Verwaltungsrates insgesamt 385 Vollzeitstellen, 255 davon in Weilheim, 130 in Schongau. Die Zahl der Mitarbeiter liegt aktuell bei über 500, rund ein Drittel von ihnen arbeitet in Teilzeit.

Ziel ist es laut Koch, den Stellenabbau binnen fünf Jahren zu erreichen. Er könne sich aber auch zwei bis drei Jahren länger hinziehen, wenn mehr Zeit dafür benötigt werde. „Die ,Sparkasse Oberland’ hat ein sehr gutes Eigenkapital, deswegen können wir uns für diese Prozess Zeit nehmen“, so Koch. Er glaubt aber, dass der Stellenabbau zügig vonstatten gehe, denn ab 2020 komme eine „Ruheständler-Welle“ auf die Sparkasse zu, dann schieden die starken Jahrgänge aus dem Berufsleben aus. Deshalb werde die „Sparkasse Oberland“ ab diesem Jahr wieder mehr Auszubildende einstellen.

Laut Koch ist der Stellenbau eine Folge der bei der Fusion von „Kreissparkasse Schongau“ und der „Vereinigten Sparkassen Weilheim“ entstanden Synergieeffekte in der inneren Verwaltung, in der verschiedene Bereiche zusammengelegt wurden. Schon vor dem Zusammenschluss hatte demnach jede der beiden Sparkassen seit 2014 ein eigenes Programm zum Personalabbau, was schon vor der Fusion Wirkung gezeigt habe.

Die Mitarbeiter der „Sparkasse Oberland“ wurden seit Juni in so genannten Dialoggesprächen, über die Pläne informiert. Diese Runden fanden in den fünf Hauptstellen Weilheim, Schongau, Penzberg, Peißenberg und Murnau statt. Dort standen jeweils zwei Vorstände Rede und Antwort.

In der „Sparkasse Oberland“ findet derzeit ein großer Umbau statt. Beschäftigte aus der inneren Verwaltung sollen zu Beratern umgeschult und für Aufgaben im Kundenverkehr und in Geschäftsstellen qualifiziert werden, was aber nicht von heute auf morgen geht. „Wir versuchen gerade, 13 offene Stellen in unseren Geschäftsstellen zu besetzen“, so Koch. Das gestalte sich aber schwierig. „Es kann sein, dass wir Leute von außen holen müssen.“

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