Messer als Beweismittel
+
Mit einem Küchenmesser - hier ein Symbolbild aus einem anderen Fall - hat der Weilheimer im Zug einen Passagier bedroht.

Er ist kein Unbekannter

Grundloser Ausraster: Mann (28) zieht plötzlich Messer im Regio - dann legt er sich mit der Polizei an

  • Boris Forstner
    vonBoris Forstner
    schließen

Ein 28-jähriger Weilheimer hat im Regionalzug nach München einen anderen Passagier mit einem Küchenmesser bedroht. Dann legte er sich mit der Polizei an.

  • Ein Weilheimer ist im Regionalzug Weilheim-München ausgerastet
  • Einen anderen Passagier bedrohte er mit einem Messer
  • Am Endbahnhof in München wehrte er sich gegen die Festnahme und verletzte zwei Polizisten

Weilheim – Gegen 17.20 Uhr wurde der Polizei gemeldet, dass in der Regionalbahn von Weilheim nach München ein 28-jähriger Deutscher für Aufsehen sorge. Laut Polizei sei der Weilheimer im Doppelstockwagen mehrmals rauf und runter sowie hin und her gelaufen und habe dabei einen Getränkekarton mehreren Fahrgästen direkt vors Gesicht gehalten.

Regionalbahn nach München: Aggressiver Mann bedroht Passagier mit Messer

Als der Weilheimer sich einem 27-jährigen Fahrgast im Oberdeck näherte und Blickkontakt hielt sowie dem 28-Jährigen im Gesicht sehr nahekam, bat ihn dieser, ihn in Ruhe zu lassen und zu gehen. Daraufhin zog der Weilheimer aus seiner Jackentasche unvermittelt ein Messer und bedrohte den Mitreisenden verbal und durch Zeichen. Außerdem spuckte er ihm ins Gesicht und gegen den Oberkörper. Danach ging der Aggressor weiter in einen anderen Wagen.

Während der 27-jährige Fahrgast aus dem Loisachtal (Kreis Bad Tölz-Wofratshausen) kurz darauf in Pasing den Zug verließ, fuhr sein Peiniger weiter bis zum Hauptbahnhof München, wo ihn die Beamten der Bayerischen Landespolizei bereits erwarteten und vorläufig festnahmen. Dabei leistete der Weilheimer vier Polizisten Widerstand, einen spuckte er ebenfalls an. Zwei Beamte erlitten leichte Verletzungen an den Händen, alle vier sind aber weiterhin dienstfähig.

Nach Messer-Bedrohung in Regionalbahn: Widerstand bei Festnahme in München

Bei der Festnahme wurde in der Jackentasche des Weilheimers das Messer mit einer Klingenlänge von 11,4 Zentimeter gefunden und beschlagnahmt. Die Münchner Bundespolizei übernahm zuständigkeitshalber die Sachbearbeitung. Ermittelt wird gegen den 28-Jährigen wegen Tätlichen Angriffs sowie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Bedrohung sowie Beleidigung.

Zudem wurden Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Aufgrund psychischer Auffälligkeit wurde der nicht alkoholisierte 28-Jährige, der bei einem Drogenschnelltest positiv auf Amphetamine reagierte, nach einer Blutentnahme in eine psychiatrische Klinik verbracht. Der Weilheimer ist laut Polizei in der Vergangenheit bereits mehrfach wegen Gewalt-, Eigentums- sowie Betäubungsmitteldelikten in Erscheinung getreten. Aktuell stand er aufgrund einer Richteranordnung des Landgerichtes Landshut unter Führungsaufsicht.

Lesen Sie auch: Die Fälle verletzter Polizisten nimmt im Landkreis zu sowie Ärger um die Corona-Kontrollen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare