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Neuralgischer Punkt: Seit Jahren wird über einen zweiten Radweg an der  Münchener Straße, und zwar auf der rechten Seite  stadtauswärts, geredet.
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Neuralgischer Punkt: Am östlichen Stadtrand müssen die Radler   aus Richtung Deutenhausen  auf Höhe Wiesenweg vom Radweg (vorne) auf die Fahrbahn wechseln. 

Münchener Straße und  Deutenhausener Straße

Kein Geld, aber neue Vorstöße für Radwege

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Im Weilheimer Haushalt ist kein Geld für  Radwege vorgesehen.  Dennoch wollen ADFC und CSU  zwei neue Strecken noch heuer  verwirklicht haben.

Weilheim– Im städtischen Haushalt für dieses Jahr ist kein einziger Cent für den Bau von Radwegen vorgesehen, obwohl der Verkehrsausschuss dem an der Münchener Straße („Aldi“-Seite) und dem Lückenschluss zwischen Bärenmühlweg und Wiesenweg im Osten der Stadt Priorität eingeräumt hat. Doch das soll nicht das letzte Wort sein: Der Fahrradclub ADFC hat sich an Bürgermeister Markus Loth mit der Bitte gewandt, zu prüfen, ob die beiden Projekte nicht mittels eines Nachtragshaushaltes dennoch realisiert werden können. Und die CSU-Fraktion hat beantragt, speziell den Lückenschluss zwischen Bärenmühlweg und Wiesenweg nachträglich in den Haushalt aufzunehmen.

Die Fraktion zog dabei einen besonderen Joker: Da die Stadt heuer Schlüsselzuweisungen in Höhe von 2,4 Millionen Euro vom Staat erwarten kann und somit 1,7 Millionen Euro mehr als im Haushalt eingeplant, „kann dieser allseits gewünschte, aber aus mangelnder Finanzierung stets hinausgeschobene Radwegbau nun in die Tat umgesetzt werden“, heißt es in dem Antrag der CSU.

Die CSU erinnert daran, dass sowohl der Verkehrsausschuss als auch der Stadtrat selbst den Lückenschluss des Radwegs in Weilheims östliche Stadtteile seit Jahren „als wünschenswert und notwendig erachtet“. Der Radweg sei insbesondere für Schüler aus Marnbach und Deutenhausen „dringend notwendig“, da diese zwar bis kurz vor Weilheim auf einem Radweg fahren könnten, dann aber „auf die viel befahrene Staatsstraße weichen müssen“, so Klaus Gast, der Ortsreferent von Marnbach-Deutenhausen, der zusammen mit CSU-Fraktionssprecherin Marion Lunz-Schmieder den Antrag unterzeichnete. Im Gegensatz zu anderen Radwegen handle es sich hierbei auch nicht um eine Ergänzung, sondern „um die Fertigstellung einer unvollständigen Erschließung der Ortsteile“.

Die Planung dieses Geh- und Radwegstücks an der Deutenhausener Straße wurde laut Dieter Schleiermacher, Kreisvorsitzender des ADFC aus Weilheim, bereits im Jahr 2013 abgeschlossen und vom Bauausschuss im September 2013 einstimmig angenommen mit dem Beschluss, hierfür 250 000 Euro im Haushalt 2014 einzustellen. Doch es geschah nichts.

Schleiermacher geht darüber hinaus auch auf den Geh-und Radweg östlich der Münchener Straße zwischen Töllernkreisel und Einfahrt zu „Aldi“ ein. Wie wichtig dieser Ausbau sei, darauf habe der Verkehrsausschuss letztmals im Oktober 2017 hingewiesen, als er beschloss, es den Radfahrern freizustellen, ob sie auf dem auf der Westseite („Neidhart“-Seite) der Münchener Straße liegenden kombinierten Geh- und Radweg mit Verkehr in beiden Richtungen oder auf der Straße fahren (wir berichteten). Diese Freigabe könne allerdings „das auch von der Polizei bestätigte hohe Unfallrisiko für Radfahrer in diesem Bereich nicht wesentlich vermindern,“, so Schleiermacher, weswegen dem Radweg auf der „Aldi“-Seite Priorität zugeordnet werden müsse.

Schleiermacher schreibt in dem Brief an Loth auch, dass Vertreter der Stadt „bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Ausdruck einer ,fahrradfreundlichen Stadt’ benutzen“, diesen Worten „aber schon seit mehreren Jahren keine Taten folgten“.

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