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Das Ambiente für die „Lesepause“ hat gepasst: Auf dem Kirchplatz entfaltete sich eine eigene Atmosphäre. 

Nach 18 Tagen Programm

„Lesepause“ soll keine Eintagsfliege sein

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Nach 18 Tagen Programm und 25 Auftritten  ging die „Weilheimer Lesepause“ am Sonntag mit Siegfried Rauch im Pfarrheim „Miteinander“ zu Ende. Initiatorin Uta Orawetz, Veranstaltungsreferentin im Stadtrat, zog eine rundum positive Bilanz.

Weilheim – Trotz der zum Teil widrigen Witterung in der zweiten Lese-Woche konnten sich die Veranstalter über mangelnden Zuspruch auf dem Kirchplatz, in der Stadtbücherei, im Pfarrheim „Miteinander“ und im Café „Plexx“ nicht beklagen. Im Schnitt 45 bis 50 Besucher, schätzt Orawetz, wurden pro Veranstaltung gezählt. Spitze seien um die 120 Zuhörer beim Auftritt von Mittelschülern und Gymnasiasten auf dem Kirchplatz gewesen. „Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, so Orawetz – weil es erfahrungsgemäß schwer sei, den Andrang bei Lesungen zu kalkulieren.

Unterm Strich sieht die Initiatorin das Konzept – prominente Gäste gepaart mit heimischen Autoren und Vorlesern – bestätigt. „Das war eine goldrichtige Entscheidung. Wir wollten lokalen Teilnehmern eine hochwertige Plattform bieten.“ Gerade der Kirchplatz als „sehr, sehr schöner Rahmen“ hat für sie seine Bewährungsprobe bestanden. „Das Ensemble insgesamt hat mitgewirkt.“

Knapp 6000 Euro betrug laut Orawetz der Etat der Reihe, hinter der der „Aktionskreis Innenstadt“ als Veranstalter stand. Zu stemmen sei die Großveranstaltung nur mit ehrenamtlicher Arbeit gewesen – und mit Sponsoren, allen voran der Stadt, der Standortförderung, den Stadtwerken und Geschäften.

Ein Erfolg war auch der Lesepavillon für Besucher. Mancher Lesefreund habe sogar bis gegen Mitternacht dort verweilt, berichtet Orawetz zufrieden. Wegen der Resonanz haben sich die Veranstalter entschlossen, das Angebot zu verlängern – bis Ende August soll der Pavillon stehen bleiben.

Auch unter Autoren ist die Bilanz positiv. „Es war cool“, sagt Patricia Christner. Die 16-jährige Peißenbergerin las aus ihrem Krimi vor und genoss den einstündigen Auftritt vor bis zu 40 Zuhörern auf dem Kirchplatz. Eines hat Christner besonders gefallen: „Ich habe gemerkt, dass Leute, die herumgelaufen sind, sich spontan dazugesetzt haben.“ Die Autorin fand das Ambiente praktisch für ihren Vortrag: „Die Kirchturm war als Orientierung total gut.“ Christner würde bei einer Neuauflage „immer wieder gern“ mitmachen.

Genauso wie Dr. Joachim Heberlein. Er trug in der Stadtbücherei „Weilheimer Stückl“ von Christian Buck und in eigener Fassung vor. Rund 80 Besucher zählte Heberlein. „Die Atmosphäre war sehr gut.“ Überhaupt sieht er das „Lesepause“-Konzept positiv: „Das ist mit seiner Bandbreite mal was anderes.“

Im Orga-Team herrscht laut Orawetz Euphorie über den Erfolg. Angesichts dessen geht sie davon aus, „dass wir in irgendeiner Form eine Fortsetzung planen“. 

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