Michael Sendl, Geschäftsführer des „Biomichl“
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Michael Sendl, Geschäftsführer des „Biomichl“

Holpriger Start

Nach Kritik: Extra-Speiseplan für die Mensa am Weilheimer Gymnasium

  • Kathrin Hauser
    vonKathrin Hauser
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Die Mensa am Weilheimer Gymnasium zu übernehmen, sei eine Herausforderung, sagte der Geschäftsführer des „Biomichl“, Michael Sendl, zu Beginn der Sommerferien. Nun kocht der „Biomichl“ seit etwa fünf Wochen für Schüler und Lehrer. Nach einem holprigen Start laufe es inzwischen gut, sagt Sendl.

  • Der „Biomichl“ kocht seit rund fünf Wochen für das Gymnasium in Weilheim
  • Anfangs war es ein holpriger Start
  • Inzwischen läuft es aber gut

Weilheim – „Es war ein holpriger Anfang, aber inzwischen läuft es gut“, sagt Michael Sendl, der zusammen mit seiner Frau Karin einen Bioladen mit Bistro und Catering betreibt. Wie berichtet, hatte das Unternehmen, das rund 65 Mitarbeiter beschäftigt, den Zuschlag für den Kioskbetrieb an der Realschule, an der „Schule am Gögerl“ und am Gymnasium ab dem Schuljahr 2020/2021 erhalten. Gleichzeitig übernahm der „Biomichl“ die Mensa des Gymnasiums, die zuvor von der „Thomas Spirkl GmbH“ bewirtschaftet worden war.

Ursprünglicher Plan: Gerichte von Schulmensa und Biobistro haben gleiche Preise

Im „Biomichl“ an der Pütrichstraße in Weilheim betreibt das Ehepaar Sendl auf etwa 900 Quadratmetern neben dem Bioladen auch ein Bistro, in dem jeweils von Montag bis Samstag verschiedene Tagesgerichte in Bioqualität angeboten werden. Das Angebot wechselt täglich. Die Preise reichen dort von etwa 5 Euro für die Suppen bis etwa 11 Euro für die Fleisch- oder Fischgerichte.

Ursprünglich war geplant, in der Schulmensa und im Biobistro die gleichen Gerichte zu den gleichen Preisen anzubieten. Die Tageskarten sollten identisch sein, sagte Sendl zu Beginn der Sommerferien. Das habe nicht funktioniert, räumt der Geschäftsführer inzwischen ein. „Am Anfang haben wir gedacht, wir können den Speiseplan verknüpfen.“ Doch es gab Beschwerden von Eltern und Schülern, die Mensa sei zu teuer und die Speisen nicht auf die Bedürfnisse der Schüler zugeschnitten. Daraufhin haben sie beim „Biomichl“ nachgebessert und jeweils einen eigenen Speiseplan fürs Bistro und für die Mensa erstellt sowie ein Extra-Schülergericht angeboten.

Der Speiseplan in Bistro und Schule ergänze sich zwar und teilweise gebe es auch nach wie vor die gleichen Gerichte, aber es werde sehr auf die Bedürfnisse der Schüler Rücksicht genommen, sagt Sendl. Zum Beispiel standen in den vergangenen Wochen Fischstäbchen mit Kartoffel-Karottenstampf, Hackbällchen mit Rahmsoße und Reis, Pfannkuchen mit Vanillesauce, Kässpatzen und Schweinebraten auf der Speisekarte. Dennoch werde nach wie vor darauf geachtet, dass das Essen gesund und vollwertig sei. Nur das anzubieten, was sich gut verkaufen lasse, sei nicht der Anspruch des „Biomichl“.

Preise für Gymnasiasten wurden verändert

Zudem wurden die Preise für die Gymnasiasten verändert: „Schüler zahlen von Haus aus einen Euro weniger als Lehrer.“ Wer dann noch auf den Beilagensalat verzichte, bekomme das Gericht noch mal um einen Euro günstiger. Sodass zum Beispiel eine Lasagne Bolognese, die im Bistro 9,20 Euro kostet, in der Mensa für 7,20 Euro zu haben ist. Zusätzlich gebe es im Gymnasium täglich ein vollwertiges Schüleressen für 4,50 Euro, mit dem speziell der Geschmack der Kinder angesprochen werde und bei dem es so oft einen Nachschlag gebe, wie es gewünscht werde, sagt Sendl. Außerdem werden immer spezielle Semmeln und andere Kleinigkeiten angeboten.

„Seitdem läuft es besser“, sagt der „Biomichl“-Geschäftsführer. Sie hätten eben zunächst keine Erfahrung bezüglich der Verköstigung von Schülern gehabt. „Wir haben alle erst zusammenfinden müssen.“ Inzwischen seien Schüler, Eltern, Lehrer und Schulleitung begeistert von der Bio-Mensa im Gymnasium und es würden täglich dort etwa 70 Essen verspeist, wobei der Kiosk noch nicht einberechnet sei. „Es läuft von Tag zu Tag besser“, sagt Sendl.

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